Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

23.03.2021

ADFC-Fahrradklimatest: Rüsselsheim schneidet im Städtevergleich erneut gut ab

Im aktuellen ADFC-Fahrradklimatest 2020 haben die Umfrageteilnehmenden der Stadt Rüsselsheim am Main eine vergleichsweise gute Bewertung gegeben. Die Gesamtnote mit 3,6 lässt zwar noch Luft nach oben, aber im Feld der Städte in der Größenklasse 50.000 bis 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner belegt Rüsselsheim in Hessen den zweiten und bundesweit den 18. Platz. In einem Schreiben an die Stadt Rüsselsheim gratuliert Mario Schuller, Vorsitzender des ADFC im Kreis Groß-Gerau, der Stadt zu dem Ergebnis.


„Die Umfrageergebnisse geben den städtischen Mobilitätsplanern ein gutes Stimmungsbild aus der Bevölkerung. Dies ist eine wichtige Grundlage für die Radverkehrsplanungen in Rüsselsheim und bestätigt unsere bisherigen Erkenntnisse“, so die für Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung sowie für Lärmabwehr und Klimaschutz verantwortliche Dezernentin Marianne Flörsheimer.  


In der Einzelbewertung sehen die Teilnehmenden die größten Stärken für den Rüsselsheimer Radverkehr in der guten Erreichbarkeit des Stadtzentrums und der Möglichkeit, zügig mit dem Rad unterwegs zu sein. Ebenso werden die vorhandene Radwegweisung und die für Radfahrende geöffneten Einbahnstraßen gut bewertet. Verbesserungsbedarf sehen die Befragten dagegen in den Kategorien „Ampelschaltungen für Radfahrer“, „Führung an Baustellen“ und die „Falschparkerkontrolle auf Radwegen“.


„Mit dem kürzlich vorgestellten Radverkehrskonzept hat sich die Stadt Rüsselsheim am Main zum Ziel gesetzt, dass das Fahrrad als gleichwertiges Verkehrsmittel gegenüber dem motorisierten Verkehr gesehen wird, um den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehrsaufkommen zu erhöhen“, erklärt Baustadtrat Nils Kraft. Die im ADFC-Fahrradklimatest bemängelten Kategorien beziehen sich auf eben diese Gleichwertigkeit und bestätigen die Ergebnisse aus dem Radverkehrskonzept. So stellt die „Akzeptanz als Verkehrsteilnehmer“ für die Befragten vor dem „Sicherheitsgefühl“ und „Hindernissen auf Radwegen“ die wichtigste Einzelkategorie im Fahrradklimatest dar. Die Ergebnisse seien laut Vincenzo Trevisan, dem Leiter der Abteilung Mobilität, ein Ansporn zur Umsetzung der im Radverkehrskonzept entwickelten Maßnahmen, um so das Fahrradklima in Rüsselsheim nachhaltig zu verbessern. Dieser Klimaverbesserung haben sich Trevisan und sein Team bereits angenommen: Im vergangenen September wurden insgesamt fünf sogenannter Fahrradbarometer im Stadtgebiet aufgestellt. Sie liefern nicht nur wichtige Radverkehrsdaten, sondern machen die vielen Rüsselsheimer Radlerinnen und Radler auch ganz praktisch sichtbar. Zusätzlich wurden in unmittelbarer Bahnhofsnähe und in der Marktstraße seit Jahresende insgesamt 102 neue Fahrradabstellplätze eingerichtet um eine komfortable Verknüpfung mit dem ÖPNV zu gewährleisten.


Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet seit 2012 alle zwei Jahre statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert den Fahrradklima-Test aus Mitteln zur Umsetzung des nationalen Radverkehrsplans. Die Beurteilung findet unter verschiedenen Gesichtspunkten statt, wie: Was bietet eine Stadt für ihre Radlerinnen und Radler? Wie sicher und komfortabel kommen sie von A nach B? Wie gut sind diese Punkte miteinander vernetzt? Diese und weitere Fragen wurden vom ADFC auch im vergangenen Jahr gestellt. Bei der Teilnahme an der Umfrage im Jahr 2016 erreichte Rüsselsheim wie auch im Jahr 2018 hessenweit in der Stadtgrößen-Klasse 50.000 bis 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner noch Rang Eins.

 

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