Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

09.09.2021

Aufwändige Sanierungsarbeiten an Alexander-von-Humboldt-Schule

Foto: Bohrkerne von Abstandshülsen (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main)Foto: Rippendecke (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main)

Im Bestandsgebäude der Alexander-von-Humboldt-Schule laufen die Sanierungsarbeiten. Nach der erfolgreichen Fertigstellung und Inbetriebnahmen des Neubaus gilt es nun, das Bestandsgebäude vollständig zu sanieren und umzubauen. Denn nur mit dem sanierten und in seiner Struktur veränderten Gebäude und dem bereits eingeweihten Ergänzungsneubau hat die Schule die Möglichkeit, die wachsende Anzahl an Schülerinnen und Schüler aufzunehmen und ihren zukunftsorientierten Unterricht umzusetzen.

Als besonders aufwendig erweist sich die Schadstoffsanierung, weil in den Siebziger Jahren asbesthaltige Abstandshülsen in den Betonwänden eingebaut wurden. Die Abstandshülsen sollten beim Betonieren die notwendigen Abstände zwischen den Schalungstafeln garantieren. Trotz üblicher Voruntersuchungen hatte der beauftragte und erfahrene Schadstoffgutachter übersehen, dass diese Hülsen asbesthaltig sind. Sie müssen unter anderem nun dort, wo Wände für neue Türöffnungen oder Leitungstrassen durchgebrochen werden sollen, entfernt werden. Stadtrat Nils Kraft teilte bei einem Baustellentermin mit, dass sich die Stadt anwaltlich vertreten lässt, um zusätzlichen Aufwand wie längere Standzeiten der Interimscontainer für den Schulunterricht als Schadensersatz geltend zu machen. Die Schadstoffsanierung soll Ende des laufenden Jahres abgeschlossen werden.

Eine weitere Überraschung, die erst im Verlauf der Entkernungsarbeiten entdeckt wurde, sind schadhafte Rippendecken in zwei der vier Gebäudetrakte. Die Rippen waren von einer sogenannten „verlorenen“ Holzverschalung umhüllt. Beim Ausbau dieser Schalung hat sich in den betroffenen zwei Gebäudeteilen herausgestellt, dass der stabilisierende Stahl in den Rippen an vielen Stellen nicht ausreichend mit Beton überdeckt ist. Hierbei handelt es sich um einen erheblichen Mangel, der bei der Erstellung des Gebäudes durch unsachgemäßes Betonieren entstanden ist. Aus brandschutztechnischen und statischen Gründen müssen nun lose Beton- und Kiesteile abgeschlagen und die Schadstellen neu ummantelt werden, bevor eine neue abgehängte Decke darunter befestigt werden kann. Dies trägt ebenfalls dazu bei, dass sich die Bauzeit insgesamt um anderthalb Jahre verlängert. Die Fertigstellung der gesamten Sanierung soll nun im Sommer 2023 erfolgen.


 

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