Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

11.11.2021

Jugendforum: Viele Anregungen für Freizeitangebote, Bildung und Verkehr

Foto: Bürgermeister Dennis Grieser beim Jugendforum (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main)

Eine rege Beteiligung gab es beim diesjährigen Jugendforum, das von der Jugendförderung der Stadt Rüsselsheim am Main organisiert wird: Rund 40 Jugendliche und viele Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Stadtverwaltung diskutierten die Anliegen der Jugendlichen und Kinder. „Nachdem wir wegen Corona im vergangenen Jahr die Themen der Kinder und Jugendlichen nur über eine digitale Plattform aufnehmen konnten, freue ich mich, dass wir jetzt auch wieder gemeinsam diskutieren können“, sagte Bürgermeister Dennis Grieser und betonte: „Wir nehmen die Ideen und Anregungen sehr ernst und greifen alles auf, was an uns herangetragen wird. Der Magistrat wird verbindlich den Stadtverordneten berichten, was aus den Ideen der Jugendlichen geworden ist. Dass Jüngere im Jugendforum etwas in Rüsselsheim bewegen können, sieht man an den vielen bereits umgesetzten Projekten.“

Zu verschiedenen Themen, die in den Vorjahren im Jugendforum angestoßen wurden, gaben Mitarbeitende der Jugendförderung zu Beginn Sachstände bekannt. So hatten sich im vergangenen Jahr Kinder und Jugendliche für Haßloch-Nord einen Fußball- und Basketballplatz gewünscht, für den voraussichtlich 2022 die Planung an der Albrecht-Dürer-Schule angegangen werden kann. Für einen gewünschten Basketballplatz im Berliner Viertel gibt es bereits eine Planung, die jedoch nur umgesetzt werden kann, wenn es für das Projekt Fördermittel gibt. Nach einer Absage des Landes, prüft die Stadt nun weiterhin, ob andere Drittmittel akquiriert werden können. Bereits 2019 hatten Jugendliche den Zustand des Bolzplatzes im Blauen See kritisiert. Hierfür wurden Kinder bei den Planungen einbezogen. Von Frühjahr bis Sommer 2022 wird ein Multifunktionsplatz errichtet, der das Fußball- und Basketballspielen ermöglicht, und ein Unterstand und Sitzgelegenheiten ergänzt.

Für die Idee der Spielflächen am Mainvorland haben erste Ortstermine mit dem Bereich Grünplanung und Kindern stattgefunden, um die Vorstellungen der Kinder zu konkretisieren und Möglichkeiten zu prüfen. Zudem gab es im vergangenen Jahr den Wunsch, den Schulweg zur Schillerschule zu verbessern. Hier prüft die Stadt, wo neue Zebrastreifen gesetzt werden können. Auch zum langersehnten Jugendtreff in der Innenstadt wurden erste Ideen für die 300 Quadratmeter große Einrichtung gezeigt, die ab 2023 im Neubau am Friedensplatz zur Verfügung stehen wird.

Neben der Jugendförderung berichteten auch Jugendliche selbst von der Umsetzung eines ihrer Projekte. So wurde in diesem Jahr die Streetballanlage an der Max-Planck-Schule gelobt. Dieser sei mittlerweile ein beliebter Ort der Begegnung geworden, der sogar für vermehrten Zulauf zu Basketball-Vereinen sorge.

Aus dem Bereichen Mobilität und Klimaschutz gab es zudem einen Impulsvortrag. Die Jugendlichen wurden aufgefordert ihre Gedanken aufzuschreiben, wie sich Rüsselsheim bis 2035 beim Thema Verkehr und Umweltschutz entwickeln soll.

Danach haben Initiativgruppen neue Themen vorgestellt. Der Wunsch nach mehr und besseren Freizeitangeboten insbesondere im Freien etwa am Main, in Bauschheim und im Hasengrund bildete auch in diesem Jahr wieder einen großen Schwerpunkt. Aber auch der Wunsch für einen Jugendtreff im Stadtbezirk Hasengrund wurde geäußert. Hier berichtete Bürgermeister Dennis Grieser, dass die Stadt seine Angebote für Kinder und Jugendliche regelmäßig überprüfe und tatsächlich in wenigen Bezirken noch weiße Flecken bestünden, die die Stadt angehen wolle. Für die Innenstadt wünschte sich eine Initiativgruppe ein verbessertes Angebot des Lerncafés in der Löwenpassage mit einem größeren Raum, mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und längeren Öffnungszeiten. In diesem Zusammenhang wurde nochmals auf den geplanten Kinder- und Jugendtreff im Neubau am Friedensplatz hingewiesen, der die Möglichkeit bietet, das Angebot auszuweiten.

Schülerinnen und Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule kritisierten die Preisgestaltung der Schul-Cafeteria und den Inhalt ihrer Wahlfächer, für die sich die Jugendlichen mehr Bezug zum Alltag etwa zu Mietthemen oder zu Berufsrelevantem wünschen. Die Unterrichtsinhalte fallen zwar in Zuständigkeit des Landes Hessen, jedoch wurde spontan noch während der Veranstaltung das Jugendbildungswerk der Stadt damit beauftragt, entsprechende Themen im Rahmen ihrer Angebote aufzunehmen.

Schülerinnen und Schüler der Immanuel-Kant-Schule berichteten über die schwierigen Umstände in den Unterrichtscontainern der 9. Klassen sowie von verstärktem Vandalismus an der Schule. Schuldezernent Grieser berichtete, dass für die IKS im Schulentwicklungsplan bereits Baumaßnahmen vorgesehen sind, die jedoch erst in den kommenden Jahren umgesetzt werden können. Die Stadt will aber in der Zwischenzeit die Ausstattung der Container überprüfen und im Bedarfsfall verbessern. Das Thema Vandalismus, insbesondere im Bereich des Schulgartens, ist bereits bei der Polizei bekannt. Die Vorfälle werden sehr ernst genommen und entsprechend strafrechtlich verfolgt.  

Zudem meldete sich ein Schüler, der regelmäßig mit dem Fahrrad von Bauschheim zur Max-Planck-Schule fahre und sich hier bessere Radwege wünsche. Die Rad-Verbindung zwischen Bauschheim und der Kernstadt gehört bereits zu einem der Projekte, die im Radverkehrskonzept der Stadt eine hohe Priorität besitzt. Die Stadt werde zudem die Verkehrsgeschwindigkeit auf der Strecke überprüfen, um den Weg für Schülerinnen und Schüler sicherer zu gestalten.

 

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