Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

22.12.2021

Parkschule: „Fit für die Zukunft machen“

Rüsselsheim am Main ist eine wachsende junge Stadt und erweitert deshalb mit der neuen Grundschule Parkschule das Bildungsangebot im innenstadtnahen Bereich. Bereits mit dem Beschluss zum Schulentwicklungsplan 2019 – 2024 hat die Stadtverordnetenversammlung den Umbau der Parkschule als ehemalige Haupt- und Realschule zu einer 3,5-zügigen und inklusionsfähigen Grundschule mit Ganztagsbetreuung beschlossen. Dieser Weg wurde notwendig, da die Entwicklungen der letzten Jahre zu einem deutlichen Anstieg von Kindern in der Stadt Rüsselsheim am Main geführt haben. Diese Zunahme an Kindern zeigt sich zunächst in den Grundschulen und wird in den kommenden Jahren auch die weiterführenden Schulen herausfordern.


Nachdem die Stadtverordneten im zweiten Schritt einen Grundsatzbeschluss gefasst und eine neue Schulbezirkssatzung beschlossen haben, hat der Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main nun die Umbaupläne vorgestellt. Dem Beschlussvorschlag des Magistrats, das Hauptgebäude mit der Sport- und Gymnastikhalle im Bestand zu sanieren, sowie den Zwischentrakt und einen Clusterbau neu zu bauen, ist die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 16. Dezember 2021 gefolgt.

Nur eine Planungsvariante ist geeignet

Insgesamt umfasst die Vorentwurfsplanung drei Umbauvarianten. Diese unterscheiden sich im Sanierungsumfang innerhalb des Bestands sowie der Möglichkeiten, Teilbereiche der Parkschule durch Neubauten zu ersetzen. Mit Blick auf die schulische Nutzung bietet Variante A, die neben der Sanierung von Hauptgebäude und Sport- und Gymnastikhalle den Abriss des Zwischengebäudes und des Erweiterungsbaus sowie Ersatzneubauten vorsieht, die meisten Vorteile. Insgesamt kann hier das erforderliche Raumprogramm am besten realisiert werden, es ist eine optimale Belegung des Hauptgeländes möglich und es lassen sich alle Gebäudebestandteile barrierefrei erschließen. Die Bestandsgebäude aus dem Jahr 1916 und der Neubau ergeben dabei ein sich ergänzendes Ensemble, das die Blickachse auf den Zugang des Hauptgebäudes freilegt.

„Mit diesem Programm machen wir die Parkschule fit für die Zukunft und werden dabei auch dem Denkmalschutz voll gerecht“, erklärt Stadtrat Nils Kraft. Und Bürgermeister und Schuldezernent Dennis Grieser ergänzt: „Nur die Variante A erfüllt alle Kriterien, an denen sich heutige Schulen messen lassen müssen: Ganztagsbetreuung, Digitalisierung und Inklusion.“ Hinzu kommt, dass mit der Variante A die geringste Anzahl von Containern für den kürzesten Zeitraum während der Bauphasen benötigt werden.

Die Kosten folgen den Anforderungen

Mit den geänderten Rahmenbedingungen steigen auch die Kosten. 30,8 Millionen Euro sind nun für Variante A geplant, wo auch der aus der Zeit gefallene Erweiterungsbau neu aufgebaut wird. In den Kosten sind bereits die Container für die Interimsperiode sowie ein Risikozuschlag und eine Baupreissteigerung von rund 5,4 Millionen Euro als Puffer mit eingerechnet.

Die Kostenunterschiede zwischen Machbarkeitsstudie und Vorentwurfsplanung rühren aber auch von einer gänzlich anderen Herangehensweise bei der Kostenermittlung her. Bei der Machbarkeitsstudie werden die Kosten grundsätzlich nur grob über Kostenansätze je Quadratmeter anhand von Vergleichsobjekten ermittelt. Im Rahmen der Vorentwurfsplanung wurden nun jedoch alle Gewerke auf Basis einer vertiefenden Bestandsanalyse einzeln betrachtet, mit Aufmaßen versehen und mit marktaktuellen Kosten kalkuliert.

Fördermittel sollen bei der Finanzierung helfen

Um die Kosten abzufedern, hat die Stadtverwaltung für die Parkschule 960.000 Euro aus dem Förderprogramm „Digital Pakt Schule“ beantragt und nimmt 450.000 Euro aus dem Förderprogramm „Finanzhilfen des Bundes für das Investitionsprogramm zum beschleunigten Infrastrukturausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder“ in Anspruch.

Voraussichtlich ab 2026 kann dann die Parkschule als neugegründete Grundschule vollumfänglich genutzt werden.

 

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