Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

25.04.2022

Rüsselsheimer Künstlerin Charlotte Bauer nutzt „freiraum f³“ an der Frankfurter Straße 3

Foto: Charlotte Bauer (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main)

Im „freiraum f³“ in der Frankfurter Straße wirkt ab sofort die Rüsselsheimer Stuckateurin und Künstlerin Charlotte Bauer. Charlotte Bauer arbeitet hauptberuflich als Stuckateurin und studiert an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. In ihren Arbeiten widmet sie sich den Sparten Installation, Fotographie, Typographie und Linienzeichnung. Dabei arbeitet sie überwiegend mit Materialien wie Gips, Textilien und Keramik.

Beim Blick durch die großzügigen Fensterscheiben des ehemaligen Ladenlokals gewinnen die Passanten einen Eindruck von Charlotte Bauers Arbeitsweise und betrachten das Resultat ihrer künstlerischen Auseinandersetzung. In ihren Werken nimmt die Künstlerin vor allem gesellschaftliche Themen in den Blick.

„In meine Arbeiten fließen oftmals Objekte ein, die sich im städtischen Raum befinden und allgemein als ‚Reste‘ oder ‚Überbleibsel‘ der Gesellschaft angesehen werden, mit denen scheinbar nichts mehr angefangen werden kann. Diese Rückstände üben auf mich eine gewisse Faszination aus. Sie sind es wert, gezeigt zu werden, ich setze sie in Szene. Raus aus dem Straßenkontext des Nichtbeachteten, leicht Übersehbaren, übersetzt in einen anderen Rahmen, um sie sichtbar zu machen. Dabei geht es meistens um Gegenstände, Gebäude oder Tiere. Der Rand, eine Umrahmung, ist für mich essentiell. Er begrenzt, hält zusammen. Die Überreste und Überbleibsel bilden einen Rahmen, einen Rand um unsere Gesellschaft. Von ihm lässt sich vieles ablesen, erkennen und schlussfolgern“, beschreibt die Künstlerin selbst ihre Arbeit.

Sie führt weiter aus: „Zusätzlich zu meinem Kunststudium in Offenbach am Main, an der Hochschule für Gestaltung, habe ich eine Ausbildung zum Stuckateur gemacht. Der Stuckateurberuf liegt für mich zwischen zwei Welten, dem Handwerk und der Kunst. Ein Bindeglied zwischen Ausdruck und Manifestation (einer Gesellschaft). Er ist beides zugleich.

Es sind zahlreiche Säulen entstanden, die ich auch in den Ausstellungsräumen präsentieren möchte. Zudem habe ich vor, das Rüsselsheimer Stadtwappen aus Gips herzustellen und so einen Einblick in den Umgang mit dem Werkstoff Gips zu geben. Durch meine sichtbare Anwesenheit wird die Kommunikation aller Betrachterinnen und Betrachter sowie Beobachterinnen und Beobachter gefördert, worauf ich persönlich starken Wert lege.“

Mit dem „freiraum f³“ möchte die Stadt Kunstschaffenden die Möglichkeit geben, an einem gut sichtbaren Ort in der Innenstadt ihre Schaffensprozesse und ihre Arbeiten zu präsentieren. Unterstützt werden dabei Konzepte, die Impulse für die Stadtentwicklung geben und der Bevölkerung erlauben, Einblick in die Umsetzung und Ausführung künstlerischer Ideen zu gewinnen. Mit dem Bezug der Räumlichkeiten durch Charlotte Bauer beginnt nun bereits die vierte Nutzung.

 

Link zu Zurück zur Übersicht