Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

17.11.2022

Stadt Rüsselsheim präsentierte sich bei der Jahreskonferenz des Klima-Bündnis in Luxemburg

Foto: Jule Rump vom Rüsselsheimer Umweltamt auf der Jahreskonferenz des Klima-Bündnis (Foto: Brice Mertz, fesa e.V.)Foto: Jule Rump vom Rüsselsheimer Umweltamt auf der Jahreskonferenz des Klima-Bündnis (Foto: Brice Mertz, fesa e.V.)

Klimaschutz auf lokaler Ebene hat viel Potential, darin sind sich die Mitglieder des Klima-Bündnis einig und veranstalten deswegen alljährlich ihre Internationale Jahreskonferenz (Climate Alliance International Conference – CAIC), um sich mit ihren Ideen zu vernetzen. Die Stadt Rüsselsheim am Main ist seit 2012 Mitglied des Klima-Bündnis und war in diesem Jahr aktiver Teilnehmer der Konferenz, die im Luxemburgischen Hesperingen stattgefunden hat. Jule Rump, stellvertretende Amtsleiterin im Rüsselsheimer Amt für Umwelt und Klimaschutz hat in einer Podiumsdiskussion, Plakatausstellung und in einem eigenen Vortrag Rüsselsheimer Klimaschutz-Projekte präsentiert und die Stadt bei der Jahresmitgliederversammlung vertreten.

„Das Thema Klimaschutz drängt alle Kommunen gleichermaßen, deswegen ist es gut voneinander zu lernen. Das engagierte Rüsselsheimer Team des Amts für Klima und Umweltschutz hat in den vergangenen Jahren sehr viele vorbildliche Projekte auf den Weg gebracht, die die Stadt präsentieren konnte. Aber natürlich liegt noch ein weiter Weg vor uns, Rüsselsheim auf die Herausforderungen des Klimawandels vorzubereiten. Deswegen ist der Austausch national und international so wichtig, um die Arbeit in Rüsselsheim zu bereichern“, sagt Umweltdezernent und Stadtrat Nils Kraft.

Mit ihrem Vortrag zur aufsuchende Energieberatung brachte sich die Vertreterin aus Rüsselsheim zum Workshop-Thema „Gebäude: Mobilisierung privater Haushalte zur Durchführung tiefgreifender Renovierungen“ ein. Das Thema ist ein wichtiger Baustein bei der Senkung der Treibhausgasemissionen. Den Kommunen kommt dabei eine wichtige Rolle zu, da sie neben der Sanierung der eigenen Liegenschaften auch private Eigentümer*innen informieren und bei der energetischen Sanierung unterstützen können. Die Stadt geht bei der aufsuchenden Energieberatung, die auf dem Konzept der Energiekarawane basiert, proaktiv auf Besitzer*innen bestimmter Gebäudealtersklassen zu und bietet eine kostenfreie, einstündige Erstberatung vor Ort in den Wohngebäuden an. Damit will die Stadt ein Bewusstsein für die Thematik energetischer Sanierung schaffen und die Motivation der Bürger*innen steigern, entsprechende Maßnahmen umzusetzen.

Zudem war Rump im Rahmen der CAIC Teilnehmerin einer Podiumsdiskussion, die sich einem Vortrag von Prof. Dr. Reese von der Universität Koblenz-Landau, mit dem Titel „Wandelt euch (und das System), nicht das Klima“, anschloss. Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Mertzig, einer Vertreterin des Centre for Ecological Learning Luxemburg und einem Vertreter der Territorialregierung der Wampis Nation (GTANW), einem indigenen Volk aus Peru, diskutierte sie über die Möglichkeiten verschiedene Akteure für Klimaschutzmaßnahmen auf lokaler Ebene zu mobilisieren und über die wirksamste Kombination aus Regulierung und freiwilligen Maßnahmen. Die Diskussion ist auch online auf Youtube unter www.youtube.com/watch zu finden. Fortgeführt wurde diese Diskussion anschließend an einem von vier Thementischen gemeinsam mit der königlichen Hoheit, dem Gran Duc aus Luxemburg. In einem anschließenden Marktplatz präsentierte Frau Rump an einem Stand mit Hilfe von Plakaten verschiedene Rüsselsheimer Projekte.

Die Konferenz diente zudem dazu, Projektideen, Anregungen und Lösungsansätze aus anderen Kommunen aufzunehmen und sich zu vernetzen. Die CAIC findet jährlich in einer anderen Teilnehmerkommune statt und geht verschiedenen Fragen nach. Beispielsweise wie Kommunen das Engagement und die Ideen zivilgesellschaftlicher Organisationen, lokaler Unternehmen und engagierter Einzelpersonen nutzen können, um Klimagerechtigkeit zu stärken und die Auswirkungen der globalen Erhitzung abzufedern. Anhand von Beispielen aus Bereichen wie Energiearmut, erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität, Gebäudesanierung, Klimagerechtigkeit und naturbasierte Lösungen befassten sich die Mitglieder mit verschiedenen Themen. 

 

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