Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

23.11.2022

Bannerkampagne zur Medizinischen Soforthilfe nach Vergewaltigung

Zum 25. November 2022, dem internationalen Tag gegen Gewalt gegen Mädchen und Frauen, beteiligt sich die Stadt Rüsselsheim am Main an der gemeinsamen Bannerkampagne des Kreises Groß-Gerau und des GPR zur „Medizinischen Soforthilfe nach Vergewaltigung“. Im Stadtgebiet Rüsselsheim stellt das Büro für Frauen und Chancengleichheit der Stadt Rüsselsheim daher vier Banner an besonders stark befahrenen Straßen auf. Damit soll die Information möglichst viele Frauen erreichen. Insgesamt werden 15 Informationsbanner im Kreisgebiet aufgehängt, um auf das niederschwellige Angebot im GPR Klinikum Rüsselsheim aufmerksam zu machen.

Menschen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, können sich nun im GPR Klinikum Rüsselsheim sowohl medizinisch versorgen als auch die Spuren einer Vergewaltigung gerichtsfest sichern lassen, ohne dass eine polizeiliche Anzeige erfolgen muss. So können die Opfer der Gewalttat auch später noch entscheiden, ob sie Anzeige erstatten möchten. Zudem haben Frauen die Möglichkeit Beratung durch Frauen helfen Frauen e.V. zu erhalten. Die Versorgung ist vertraulich, eine Anzeige erfolgt nicht, weder durch die Klinik, eine Praxis oder die Beratungsstelle Frauen helfen Frauen e.V.

„Gerne unterstützt die Stadt Rüsselsheim mit dem Aufstellen der Banner das Modellprojekt ‚Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung‘, denn die Fallzahlen sexualisierter Gewalt an Frauen und Mädchen bleiben nach wie vor hoch. Seit letztem Jahr hat die Stadt Rüsselsheim den Hinweis auf das „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“ auf der städtischen Homepage dauerhaft ausgewiesen. Ergänzend sind dort auch Beratungsstellen für Frauen in Not in Wohnortnähe zu finden“, sagt Rüsselsheims Oberbürgermeister Udo Bausch.

Im Landkreis Groß-Gerau besteht seit Dezember 2021 das Modellprojekt „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“. Dabei kooperieren das Büro für Frauen und Chancengleichheit der Kreisverwaltung Groß-Gerau mit dem GPR Klinikum in Rüsselsheim. Die enge Vernetzung von Verwaltung, Klinik, Politik, Rechtsmedizin und Beratungsstellen soll Hürden abbauen. Denn betroffene Menschen bleiben häufig medizinisch unversorgt, weil sie teilweise Sorge haben, dass gegen ihren Willen eine Anzeige erstattet wird. Diese Lücke soll mit dem Modellprojekt geschlossen werden.

Um medizinisch versorgt zu werden und gegebenenfalls Spuren sichern zu lassen, sollten betroffene Menschen nach einem Vorfall möglichst schnell im GPR Klinikum Rüsselsheim vorstellig werden. An der Pforte und in der Notaufnahme reicht die Aussage: „Ich muss dringend mit einem Frauenarzt/einer Frauenärztin sprechen“. Zu den Sprechzeiten der Frauenklinik kann auch vorab telefonisch Kontakt aufgenommen werden. Das Sekretariat der Frauenklinik ist Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 06142 88-1316 zu erreichen.

Außerhalb der Sprechzeiten werden Betroffene in der Notaufnahme von diensthabenden Gynäkolog*innen abgeholt, die Abläufe werden besprochen, die Betroffenen werden medizinisch versorgt und falls gewünscht Spuren gesichert. Gesicherte Spuren werden für ein Jahr kostenfrei und gerichtsfest in der Rechtsmedizin gelagert.

 

Weitere Informationen

Link zu Internetseite: „Medizinischen Soforthilfe nach Vergewaltigung“

 

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