Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

30.04.2024

Folkmar Schirmer überlässt dem Stadtarchiv Dokumente aus dem politisch-gesellschaftlichen Zeitgeschehen

Übergabe der Dokumente im Stadtarchiv - v.l.n.r.: Stadtarchivar Lars Schlaphof, Folkmar Schirmer und Magistratsmitglied Klaus Gocht (Gründungsmitglied der Grünen) (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main)

Folkmar Schirmer überlässt dem Stadtarchiv der Stadt Rüsselsheim am Main zahlreiche Dokumente, Plakate und Flyer, die er in fast 50 Jahren seines politischen Wirkens gesammelt hat. „Die Dokumente aus dem Vorlass geben einen greifbaren Einblick in die Geschichte der Grünen in Hessen. Sie verdeutlichen die Entwicklung der Partei auf Landesebene, im Kreis Groß-Gerau und in Rüsselsheim am Main. Sie sind ein Teil der Geschichte der Stadt, und wir sind dankbar, dass Folkmar Schirmer diesen Fundus nun dem Stadtarchiv überlässt“, sagt Stadtarchivar Lars Schlaphof.

Der Rüsselsheimer Städtebauarchitekt Folkmar Schirmer war seit Ende der 1970er Jahre aktiv an der Gründung zahlreicher kommunaler grüner Wahllisten sowie der Grünen Liste Hessen (GLH) beteiligt. 1980 wurde er auf dem Parteitag in Karlsruhe Mitbegründer der Partei Die Grünen. In den folgenden Jahrzehnten engagierte sich Schirmer kontinuierlich auf kommunalpolitischer Ebene in Südhessen. Von 1993 bis 1997 war er Kreisbeigeordneter im Kreis Groß-Gerau und von 2011 bis 2012 ehrenamtlicher Stadtrat im Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main.

„Es ist wirklich eindrucksvoll zu sehen, wie intensiv im tagespolitischen Geschäft diskutiert wird. Man nimmt Politik ja oft nur wahr, wenn im Fernsehen politische Entscheidungen verkündet werden. Anhand des überlassenen Materials kann man sehr eindrücklich nachvollziehen, wie intensiv solche Entscheidungen vorher diskutiert werden, und wie lang der Prozess zur Entscheidungsfindung manchmal dauert“, beschreibt Schlaphof seine Eindrücke nach der ersten Sichtung der Unterlagen. Das gesamte Material wird nach der Übergabe vom Stadtarchivar aufbereitet, katalogisiert, und so für die wissenschaftliche Forschung zur Verfügung gestellt. Lars Schlaphof nutzte den Anlass der Übergabe, um auch weitere Personen der Stadtgesellschaft dazu aufzurufen, zeitgeschichtliche Dokumente und Unterlagen aus dem eigenen Privatbesitz an das Stadtarchiv zu übergeben, um diese für die Allgemeinheit zu erhalten.

 

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