Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

09.10.2017

Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe nach wie vor unverzichtbar

Foto: Helferfest zur Würdigung des großes Engagements der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe (von links: Dennis Grieser, Brigitte Herrberger, Christian Mayer, Kerstin Deanovic), Bildquelle: Stadt Rüsselsheim am Main

Mehr als sechzig Helferinnen und Helfer folgten am vergangenen Freitag (6. Oktober) der Einladung in die evangelische Bonhoeffer Gemeinde: Mit einem Fest würdigte die Stadt Rüsselsheim am Main das Engagement der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe. Bürgermeister Dennis Grieser bedankte sich herzlich bei den Helferinnen und Helfern als den Hauptakteuren, die seit nunmehr fast zwei Jahren ihre Freizeit opfern: „Ob Sie Sprachkurse übernehmen, ganze Familien oder einzelne Flüchtlinge betreuen, Kinder bei den Hausaufgaben unterstützen oder selbst Ausflüge für Flüchtlinge organisieren, Ihnen gebührt die volle Anerkennung der Stadt und des Magistrats. Ihre Leistung ist außergewöhnlich!“

 

Das Angebot für Geflüchtete geht weit über Sprachkurse hinaus. So gibt es beispielsweise eine Näh-Stube, in der sich Frauen zu Handarbeiten treffen, ein Musik-Projekt einer Klangtherapeutin, um Ängste von Kindern abzubauen sowie eine mehrsprachige Bücherecke mit Lernspielen. Und auch der Fußball verbindet: Geflüchtete im Alter von 20 bis 40 Jahren stellen inzwischen eine eigene Mannschaft beim TV Haßloch. Ein Coach des Vereins trainiert „Die neuen Rüsselsheimer“ und besucht gemeinsam mit ihnen interessante Fußballspiele in der Region. Damit derartige Angebote möglich werden, bringt Brigitte Herrberger die Ideen ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer mit den Bedürfnissen und Wünschen der Flüchtlinge zusammen. Sie ist Netzwerkkoordinatorin für die Flüchtlingshilfe in der Stabsstelle Asyl der Stadt und freute sich besonders darüber, dass das große Engagement der Ehrenamtlichen mit einem Fest gewürdigt werden konnte. Finanziert wurde dieses über das Programm „Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe“ des Landes Hessen.

 

Die Leistungen der Stadt - auch wenn sie bei der dezentralen Unterbringung der Geflüchteten in der Stadt in Wohnungen und wohnungsähnlichen Unterkünften bundesweit wegweisend sind -  sah Dennis Grieser als Pflicht. Die Leistungen der Ehrenamtlichen bezeichnete er als Kür. „Bei der Schaffung von Wohnraum, dem Angebot von Sprachkursen, der Betreuung der Kinder, der Integration der Geflüchteten in Schule, Ausbildung und Beruf sehe ich uns auf der Zielgeraden. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie auf diesen letzten Metern bei der Stange bleiben“, erklärte Grieser. Er bestärkte die Helferinnen und Helfer weiterhin darin, nicht die Risiken, sondern die Chancen zu sehen. „Wir müssen auch in Zukunft die Potenziale der jungen Menschen erkennen und die Chancen beim Schopfe packen. Unsere gemeinsamen Anstrengungen haben sich gelohnt. Wir können stolz darauf sein, was wir gemeinsam hier in Rüsselsheim erreicht haben“, ergänzte der Bürgermeister. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer genossen das gemütliche Beisammensein bei gefühlvollen Klavierstücken von Ludmilla Michel und swingenden und jazzigen Klängen von drei Mitgliedern der Band „Jazzapple“.

 

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