Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

20.02.2018

Der Stolz der Stadt

Foto (v.l.n.r.): Oberbürgermeister Udo Bausch, stellvertretende Stadtverordnetenvorsitzende Erika Rohark, Eduard Trippel (Sportler des Jahres), Sina Wingert (Sportlerin des Jahres), Uwe Bernd (Seniorensportler des Jahres), Tim Zimmermann für die United Volleys (Mannschaft des Jahres) sowie Vorsitzender Vorstand des Sportbund Rüsselsheim Peter Kreuzer.

„Rüsselsheim kann stolz sein auf die tolle Leistung seiner Sportlerinnen und Sportler“, sagte Oberbürgermeister Udo Bausch bei der diesjährigen Sportlerehrung im Theater. Die Stadt Rüsselsheim am Main und der Sportbund ehrten vor rund 300 Gästen 141 Sportlerinnen und Sportler für ihre Erfolge im vergangenen Jahr. 121 erhielten eine Ehrenurkunde dafür, dass sie mindestens eine Landesmeisterschaft gewonnen hatten. 16 erhielten einen Silbernen Lorbeerzweig dafür, dass sie Titel bei einer Deutschen Meisterschaft oder einen vorderen Platz bei Welt- oder Europameisterschaften oder Olympischen Spielen errungen hatten. Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Titels der Sportlerinnen und Sportler des Jahres. Mit den Ehrungen verband Bausch seine besondere Wertschätzung für die Sportlerinnen und Sportler sowie deren Vereine und Familien, deren „Leistungen für die Stadtgesellschaft nicht hoch genug einzuschätzen sind“.


Sportliche Höchstleistung war auch beim Rahmenprogramm zu sehen. Im Mittelpunkt stand eine Sportart, die erst vor wenigen Wochen Weltklassespieler wie Timo Boll oder Jan-Ove Waldner nach Rüsselsheim locken konnte und sonst nur abseits der großen Öffentlichkeit Beachtung findet: Tischtennis. Zu Beginn demonstrierte die Jugendmannschaft der Alemannia Königstädten eine Probe ihres Könnens. Davon hatte sie reichlich, denn später sollten sie für ihren Aufstieg in die Jugend-Hessenliga mit der Ehrenurkunde ausgezeichnet werden. Das Spiel mit dem Zelluloidball zog sich wie ein roter Faden durch den weiteren Abend. Zwischen den verschiedenen Ehrungen spielten Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Sportarten gegeneinander. Nach Vorrunde, Viertel- und Halbfinale sollte am Ende „Tennis“ gegen „Radball“ siegen.


Für besondere Leistungen als verdiente Aktive im Sport verlieh die Stadt Rüsselsheim am Main vier Mal den Ehrenbrief. Für über 20-jährige aktive Tätigkeit in einem Sportverein wurden gleich drei Personen der SG Eintracht Rüsselsheim ausgezeichnet: Angelika Dittrich (Vorstand und Schriftführerin), Andreas Keller (langjähriger Stellvertretender und seit 2017 Erster Vorstand) und Ernst Schubert (Abteilungs- und Übungsleiter). Wilfried Rückert wurde als langjähriger Stellvertretender und Erster Vorstand sowie als zweiter Geschäftsführer des VfR Rüsselsheim ausgezeichnet.


Erika Rohark verlieh in Vertretung des erkrankten Jens Grode den Ehrenpreis des Stadtverordneten, der sich an Sportlerinnen und Sportler richtet, deren Leistung nicht unter die Richtlinien für die Sportlerehrung fällt. Sie zeichnete die „Neuen Rüsselsheimer“ aus, eine Fußballmannschaft des TV Haßloch, die nur aus Geflüchtenden besteht und von Esmir Velic und Thomas Baier trainiert werden. Der Mannschaft wurde bereits auf dem Hessentag eine besondere Ehre zu Teil, als Bundespräsident Frank Walter Steinmeier sie besuchte.


Mit viel Humor und Sachkunde führte der TV- und Sportmoderator Christian Döring durch das Programm. In kurzen Interviewrunden mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Sport standen dabei der vergangene Hessentag sowie die Sportförderung im Mittelpunkt. Gerade zum Landesfest hatten der Sportbund sowie zahlreiche Rüsselsheimer Vereine Großes geleistet, das sich auch in einem kurzen Videobeitrag noch mal widerspiegelte, der als Einspieler zwischen den einzelnen Ehrungen gezeigt wurde.


Mit großer Spannung wurde die Kür der Sportlerinnen und Sportler des Jahres durch den Sportbund erwartet. Den Titel der Sportlerin des Jahres erhielt Showtänzerin Sina Wingert, die für den TSC Darmstadt 2000 an den Start geht und sich 2017 verschiedene erste Plätze auf Europa-, Deutschen und Hessischen Meisterschaften ertanzt hat. Sportler des Jahres wurde Eduard Trippel vom Judo-Club Rüsselsheim, der nicht nur den 1. Platz bei der Deutschen Meisterschaft U21 bis 90 Kilo, sondern auch für den Sieg bei der allgemeinen Deutschen Meisterschaft bis 90 Kilo sowie für zwei Mal Bronze bei der U21-Weltmeisterschaft (Einzel und Mannschaft) ausgezeichnet wurde. In der Kategorie Seniorensportler wurde bereits zum sechsten Mal der Langstreckenläufer Uwe Bernd vom LC Rüsselsheim geehrt. In der Altersklasse W55 hat er verschiedene Topplatzierungen in den Distanzen zwischen 5.000 Meter und Halbmarathon erlaufen, unter anderem den 1. Platz der Europameisterschaft im Halbmarathon. Als Mannschaft des Jahres wurden die United Volleys gewählt. Sie belegten in der abgelaufenen Saison einen 3. Platz in der ersten Bundesliga und mehrere Spieler der jungen Mannschaft schafften den Sprung in die Nationalmannschaft.


Schließlich gab es noch eine Ehrung, die sowohl für die Gäste als auch für Co-Moderator und Laudator des Abends, Robert Neubauer, überraschend kam und alle bewegte. Mit stehenden Ovationen dankte der Saal dem Leiter des Fachbereichs Sport und Ehrenamt der Stadt Rüsselsheim am Main für seinen langjährigen Einsatz für den Sport, das Ehrenamt und die Stadt. Nach knapp 4.500 verlesenen Namen und der Überreichung von rund 2 Kilogramm Silber in Form eines Lorbeerblatts sollte es an diesem Abend seine letzte Sportlerehrung sein, ehe er im Juni in den Ruhestand wechselt.


Musikalisch wurde die Sportlerehrung noch durch die „Moonlight Dancers“ der Siedlerelf umrahmt, die mit einer tänzerischen Showeinlage auf Musik von AC/DC bis Scooter aufwarteten. Akrobatisch ging es auch bei den Rope Skippers der TG Rüsselsheim zu, deren Jugend in einer Western- und Rodeo-Show Lasso und Sprungseil warfen.

 

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