Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

11.07.2018

Neuer Wohnraum für Studierende in Rüsselsheim am Main angestrebt

Um der Wohnungsnot der Studierenden zu begegnen, strebt das Studentenwerk Frankfurt am Main an, weiteren Wohnraum in Rüsselsheim zu schaffen. Geschäftsführer Konrad Zündorf tauschte sich dazu in einem Gespräch mit Oberbürgermeister Udo Bausch aus. „Das Studentenwerk Frankfurt ist daran interessiert, zusätzliche Wohnangebote für bis zu 100 Studierende zu errichten. Dazu suchen wir geeignete Flächen im Rüsselsheimer Stadtgebiet, die zentral und urban zur Hochschule und zum Bahnhof gelegen sind“, erklärte Zündorf. Wichtig sei auch, dass die Flächenangebote günstige Mieten inklusive der Nebenkosten von unter 300 Euro zuließen.

Bauschs Zusage, das Vorhaben als oberster Wirtschaftsförderer der Stadt unterstützen zu wollen, ließ nicht auf sich warten. Denn auch im Rathaus ist der Druck auf den Wohnungsmarkt, der sich besonders bei weniger finanzkräftigen Gruppen niederschlägt, erkannt. „Ich kann mir viele Projekte vorstellen, um studentisches Wohnen am Hochschulstandort Rüsselsheim zu ermöglichen. Hier müssen wir kreative, neue Wege gehen. Denkbar ist beispielsweise, Wohnraum für Studierende in Verbindung mit dem Neubau von Kitas und Schulen zu ermöglichen. Die Stadt Rüsselsheim am Main wird das Studentenwerk bei diesem Vorhaben in jeder Hinsicht unterstützen“, sagte Bausch. Vorstellen kann sich der Rathauschef auch, studentisches Wohnen beim Neubau von Lebensmittelmärkten zu integrieren.

Dass das Frankfurter Studentenwerk Standorte im Umfeld des Rüsselsheimer Campus der Hochschule RheinMain sowie am Bahnhof bevorzugt, ist für Bausch klar. Von den insgesamt 12.952 Studierenden der Hochschule im Sommersemester 2018 sind 3.475 am Fachbereich Ingenieurwissenschaften eingeschrieben, der am Rüsselsheimer Brückweg seinen Sitz hat. Unter ihnen sind 408 Erstsemester. Ein hoher Prozentsatz der Studierenden pendelt zwischen dem Wohn- und Studienort. „Die praxisnahe Ausbildung und die Labore vor Ort sind für Rüsselsheim ein wichtiger Standortfaktor. Die ausbildungs-, berufs- und praxisintegrierten Studiengänge und zahlreiche Kooperationen mit ansässigen innovativen Unternehmen sind ein Pfund, mit dem wir wuchern können“, sagt Bausch. Neben dieser qualitativen Vernetzung seien die beiden Studienorte der Hochschule RheinMain in Wiesbaden und Rüsselsheim zudem zentral im Rhein-Main-Gebiet gelegen und daher auch verkehrstechnisch gut zu erreichen. Bausch konstatiert der Hochschule zudem eine herausragende Arbeit, die sich in stetiger Weiterentwicklung niederschlage.

Die Hochschule RheinMain verzeichnete im Sommersemester 2013 9.245 Studierende. Da die Zahl auf aktuell 12.952 angestiegen ist, steht es für Bausch außer Frage, dass auch das Wohnangebot für Studierende mitwachsen muss. Derzeit gibt es in Rüsselsheim am Main vier Studentenwohnheime, die insgesamt 218 Plätze bieten. 94 davon sind in Trägerschaft des Studentenwerks, die restlichen 124 wurden von anderen Trägern errichtet.

 

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