Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

18.02.2019

Veranstaltungsreihe rund um den internationalen Frauentag: Frauenpolitik gestaltet Zukunft

Weltweit wird am 8. März der Internationale Frauentag begangen. In Rüsselsheim am Main findet dazu eine umfangreiche Veranstaltungsreihe statt. Auch 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts fordern Frauen an diesem Aktionstag Gleichberechtigung, machen auf noch nicht verwirklichte Frauenrechte aufmerksam und prangern die nach wie vor herrschende Gewalt gegen Frauen an. Die „MeToo“-Debatte hat sexualisierte Gewalt stärker ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Auch im Arbeitsleben sind Frauen gegenüber Männern immer noch benachteiligt. Dabei stehen die Themen der gleichen Entlohnung von Frauen und Männern, die Auswirkungen der Ungleichheit auf die Rente und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Vordergrund.

Die Veranstaltungsreihe beginnt am 18. Februar mit der Ausstellung „Mir koche vor Wut“ anlässlich 100 Jahre Frauenwahlrecht im Kreis Groß-Gerau und endet am 20. März mit dem Kreuzgang durch Rüsselsheim zum Thema Equal Pay, der sich mit der Bewertung und Bezahlung weiblicher Arbeit beschäftigt. Direkt am Internationalen Frauentag bietet das internationale Frauenfrühstück Gelegenheit zum Austausch über aktuelle Themen, und am Samstag (9. März) ist Unterhaltung mit Gayle Tufts im Theater Rüsselsheim angesagt.

Die Veranstaltungen im Einzelnen:
„Mir koche vor Wut“, Ausstellung anlässlich 100 Jahre Frauenwahlrecht im Kreis Groß-Gerau
18. Februar bis 15. März in der Lobby des Rüsselsheimer Rathauses (Eingang Faulbruchstraße)
Die Ausstellung zeigt inner- und außerparlamentarisch engagierte Frauen des Kreises Groß-Gerau sowie soziale Bewegungen und Ereignisse im Kreis. Folgende Fragen werden beleuchtet: Welche Frauen waren in den Kommunen für Frauen aktiv beziehungsweise haben sich für das Frauenwahlrecht eingesetzt? Wie viele Frauen sitzen inzwischen in den Stadtparlamenten? Wann saß die erste Frau in einem Stadtparlament? Wer war die erste Bürgermeisterin oder Oberbürgermeisterin im Kreis? Das Büro für Frauen und Chancengleichheit des Kreises Groß-Gerau unter Mitwirkung der örtlichen Frauenbeauftragten hat die Ausstellung konzipiert und zur Verfügung gestellt.

Vernissage zur Ausstellung „Mir koche vor Wut“
Donnerstag (21. Februar) um 19 Uhr in der Lobby des Rathauses (Eingang Faulbruchstraße)
Zur Vernissage dieser Ausstellung sind folgende Zeitzeuginnen eingeladen: Otti Geschka, erste Oberbürgermeisterin der Stadt Rüsselsheim am Main; Christel Göttert, Verlegerin, Aysel Bostan, Stadtverordnete und die erste Vorsitzende des Ausländerbeirats der Stadt. Außerdem berichtet Doris Schmidt über das Leben ihrer Mutter, der Stadtverordneten Dina Engel. Um Anmeldung per E-Mail an bfc@ruesselsheim.de wird gebeten.

Weltgebetstag der Frauen – Kommt, alles ist bereit!
Freitag (1. März 2019) in verschiedenen Kirchengemeinden
Angestoßen von Frauen aus Slowenien, wo Gastfreundschaft und Gastlichkeit großgeschrieben wird, laden Frauen in Rüsselsheim zum ökumenischen Gebet und Beisammensein ein. Es beteiligen sich die Evangelische Kirchengemeinde Königstädten, St. Michael in Bauschheim, die katholischen Kirchen St. Josef und St. Georg in Rüsselsheim.

Internationales Frauenfrühstück
Freitag (8. März 2019) um 9.30 Uhr im Frauenzentrum Rüsselsheim am Main, Darmstädter Straße 101
Alle Frauen sind am Internationalen Frauentag 2019 eingeladen, gemeinsam zu frühstücken, einander kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen. Das Frauenzentrum sorgt für Tee, Kaffee und Brötchen. Durch Spenden kann das Frühstücksbüffet bereichert werden. Absprachen sind per E-Mail an frauenzentrum.ruesselsheim@t-online.de möglich.

„Superwoman“
Samstag (9. März) um 20 Uhr im Theater Rüsselsheim, Am Treff 1
Gayle Tufts ist die bekannteste in Deutschland lebende Amerikanerin und eine Institution für intelligente Unterhaltung. Seit 25 Jahren lebt die Entertainerin und Autorin in Berlin, seither hat sie ihren geschärften Blick sowohl über die Deutschen als auch über ihre Landsleute gleiten lassen. Klug, witzig und weiblich hat sie auf beiden Seiten mit etlichen Vorurteilen aufgeräumt und sich um das deutsch-amerikanische Verständnis verdient gemacht. In ihrem neuen Programm aktiviert sie all ihre Superkräfte, um mit ganz viel Musik, Tanz und Comedy „the Power of Showbiz“ zu verbreiten. Nähere Informationen und Preise gibt es im Internet unter www. kultur123ruesselsheim.de.


„Was Frauen bewegt“ - 100 Jahre Frauenwahlrecht und weiter?  
Donnerstag (14. März 2019), 19 Uhr in der Rotunde des Rathauses (Eingang Faulbruchstraße)
Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist Anlass für die aktuelle #MeToo-Debatte. Sexualisierte Übergriffe auf Frauen sind auch im beruflichen Kontext Ausdruck eines Hierarchieverhältnisses. Die breite Resonanz der Bewegung hat gezeigt, dass es hier Nachholbedarf in Institutionen, Firmen und Behörden gibt. Im Rahmen der Finissage zur Ausstellung „100 Jahre Frauenwahlrecht“ wird es eine Podiumsdiskussion geben, in der aufgezeigt wird, wie sich die #MeToo-Debatte auf das Innere der Organisationen, auf Strukturen und Verhältnisse ausgewirkt hat. Den Input dazu wird die Journalistin Alena Schröder geben. Anmeldungen nimmt das Büro für Frauen und Chancengleichheit bis 7. März per E-Mail an bfc@ruesselsheim.de entgegen.

Verraten und Verkauft? Wertsache Arbeit! – Weibliche Arbeit abgewertet?
Mittwoch (20. März) 19 Uhr im Hof des Frauenzentrums, Darmstädter Straße 101
Bis heute sind Frauen in der Bewertung und Bezahlung ihrer Arbeit schlechter gestellt als Männer. Die Lohnstruktur in den typischen oft sozialen „Frauenberufen“ ist niedriger als in vielen männlich geprägten Berufen. Und nicht nur da. Im Rahmen der ökumenischen Kreuzgänge durch Rüsselsheim werden die Ursachen der noch immer bestehende Lohnungleichheit von 21 Prozent für Frauen thematisiert. Impuls für den Kreuzgang gibt der ver.di Bezirksfrauenrat Südhessen im Hof des Frauenzentrums. Die Veranstaltung ist eine Initiative der Katholischen Betriebsseelsorge Rüsselsheim (KAB), der Caritas, des evangelischen und katholischen Dekanats Rüsselsheim sowie engagierter Christinnen.

Veranstalterinnen des Internationalen Frauentages sind das Evangelische Dekanat Groß-Gerau–Rüsselsheim am Main, die Fachstelle Bildung, das Frauenzentrum Rüsselsheim e.V., Kultur123 Stadt Rüsselsheim am Main, die Frauenbeauftragte des Magistrats der Stadt Rüsselsheim am Main, die Regionalstelle für Arbeitnehmer/innen- und Betriebsseelsorge Rüsselsheim/Südhessen. Die Reihe wird vom Büro für Frauen und Chancengleichheit des Kreises Groß-Gerau unterstützt.

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es auf Anfrage an die Mail-Adresse bfc@ruesselsheim.de, unter der Telefonnummer 83-2059 oder auf der Internetseite www.ruesselsheim.de.

 

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