Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

04.04.2019

Sportlerehrung 2018: So sehen Sieger aus

Foto: Die strahlenden Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2018 der Stadt Rüsselsheim am Main (Foto: Peter Thomas)

„Die Sportlerehrung ist die beste Gelegenheit, den aktiven Sportlerinnen und Sportlern dieser Stadt für ihre Leistungen zu danken und ihre Erfolge zu würdigen. Bessere Repräsentanten kann eine Stadt nicht haben. Daher möchten wir heute allen die Ehre zuteilwerden lassen, die sie verdient haben“, sagte Oberbürgermeister Udo Bausch bei der diesjährigen Sportlerehrung im Theater der Stadt Rüsselsheim am Main. Durch den Veranstaltungsabend führte mit Kai Völker vom Hessischen Rundfunk und Anette Tettenborn vom Fachbereich Sport und Ehrenamt der Stadt ein neues Moderatorendoppel nicht nur kompetent, sondern auch wortstark und mit viel Schwung durch das Programm.

Insgesamt ehrten die Stadt und der Sportbund 139 Sportlerinnen und Sportler für ihre Erfolge im vergangenen Jahr. 123 erhielten eine Ehrenurkunde dafür, dass sie mindestens eine Landesmeisterschaft gewonnen hatten. 13 erhielten einen Silbernen Lorbeerzweig dafür, dass sie Titel bei einer Deutschen Meisterschaft oder einen vorderen Platz bei Welt- oder Europameisterschaften oder Olympischen Spielen errungen hatten. Mit den Ehrungen verband Bausch seine besondere Wertschätzung an alle Beteiligten: „Großer Dank gilt auch den Vereinen und all den fleißigen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Trainern, Übungsleiterinnen und Familien, die im Hintergrund wirken und ohne die solche Leistungen nicht möglich wären.“

Für besondere Leistungen als verdiente Aktive im Sport verlieh die Stadt Rüsselsheim am Main zudem drei Mal den Ehrenbrief. Für über 20-jährige aktive Tätigkeit in einem Sportverein wurden gleich drei Personen der SG Eintracht Rüsselsheim ausgezeichnet: Parwis Fahimi (Abteilungsleiter und Fußballtrainer), Albert Hohmaier (Kassenverwalter, Schatzmeister und Vorstand) und Erwin Kruppi (Schüler- und Jugendtrainer). Um auch Sportlerinnen und Sportler ehren zu können, deren Leistungen zwar nicht unter die Richtlinien für die Sportlerehrung fallen, die aber mindestens genauso Vorbild und Ansporn für andere sein können, verlieh Jens Grode den Ehrenpreis des Stadtverordnetenvorstehers. Er zeichnete Jessica Trommer aus, die an einer degenerativen Muskelerkrankung leidet und bei der Weltmeisterschaft im italienischen Lignano als weltbeste Torhüterin im Powerchair-Hockey ausgezeichnet worden ist. Als besonderes Ehrenzeichen der Stadt überreicht Grode dazu erstmals den Rüsselsheim-Ring an die Ehrenpreisträgerin.

Mit großer Spannung wurde die Kür der Sportlerinnen und Sportler des Jahres durch den Sportbund erwartet. Den Titel der Sportlerin des Jahres erhielt Kraftsportlerin Sonja Stefanie Krüger, die für den Fitness-Club Rhein-Main e.V. startet und 2018 verschiedene erste und zweite Plätze auf Welt-, Europa-, und Deutschen Meisterschaften gestemmt hat. Sportler des Jahres wurde, wie im Jahr zuvor, Eduard Trippel vom Judo-Club Rüsselsheim, der nicht nur erneut den 1. Platz bei der Deutschen Meisterschaft bis 90 Kilo gewann, sondern aktuell auch Platz 16 der Weltrangliste belegt. Zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo tourt er derzeit für Wettkämpfe und Trainings in Asien. Seine Freude und seinen Dank übermittelte er daher mit einer Video-Botschaft aus Südkorea. In der Kategorie Seniorensportler wurde nach 2012 zum zweiten Mal der Ruderer Lutz Beyer vom Rüsselsheimer Ruder-Klub e.V. geehrt. Der ehemalige U23-Weltmeister hat in der Altersklasse E (Mannschaftsdurchschnitt 55 Jahre) sowohl im Vierer wie auch im Achter den 1. Platz der Euro Masters belegt. Als Mannschaft des Jahres wurde das Herrenteam der Rope-Skipper von der TG Rüsselsheim gewählt. Neben vielen anderen Titel holten sie im vergangenen Jahr einen 4. und einen 5. Platz bei den Seilspring-Weltmeisterschaften in Shanghai.

Sportliche Höchstleistung wurde auch beim Rahmenprogramm geboten. Nach dem Motto „Tradition trifft Moderne“ präsentierten sich verschiedene Sportarten auf der Bühne des Theaters im Spannungsfeld von Zeit und Wandel. Mit dem Langbogen stellte sich eine altertümliche Form des Bogens dem rund 4.500 Euro teuren Compoundbogen dem direkten Vergleich an der Zielscheibe. Segler des Segelvereins zeigten verschiedene Knoten, die Oberbürgermeister Bausch und Stadtverordnetenvorsteher Grode stellvertretend für die Stadtpolitik wieder lösen sollten. Dies gelang, weil sie nicht nur sinnbildlich gemeinsam an einem Strick zogen. Nils Faßmann, Teil der Bundesligamannschaft des Rüsselsheimer Judoclubs, präsentierte den Judoanzug von 1931 und von heute. Schließlich standen sich noch zwei Sportfahrräder gegenüber, die gut 200 Jahre voneinander trennte: Ein historisches Gefährt aus dem Jahr 1820 sowie das moderne Sportgerät des Rüsselsheimer Trial-Sportlers Felix Keitel, das ohne Sattel daherkommt. Bei musikalischer Untermalung mit der Titelmelodie von „Pirates of the Caribbean“ folgte eine filmreife Aufführung eines Fechtduells: Mit dem Florett in der Hand fochten sich Joscha Köthe und Leonard Rieke, beide erst zehn Jahre alt, in den Rollen des modernen Fechtsportlers und eines Piraten erst auf, dann quer über die Bühne des Theaters. Musikalisch wurde die Sportlerehrung noch durch einen Auftritt der Tanzschule Heidi Staab umrahmt, die mit einer tänzerischen Showeinlage auf basslastige Beats nicht nur den Fußboden zum Vibrieren brachte.

Gut vorbereitet, eloquent und mit Wortwitz führte erstmals Kai Völker vom Hessischen Rundfunk durch das Programm. Bekannt für die Moderation der Sport-Talk-Sendung „hr1-heimspiel!“ zeigte er sich besonders für sportliche Themen absolut fachkundig. In verschiedenen Interviewrunden mit Vertretern aus Politik und Sport stellte er die Rolle des Sports, die Bedeutung des Ehrenamts und die Sportförderung in den Mittelpunkt. Seine Rüsselsheimer Premiere wurde von einem weiteren Debüt bekleidet, zumindest auf der Bühne und hinter dem Mikrofon: Mit „Kommissar“ Anette Tettenborn vom städtischen Fachbereich Sport und Ehrenamt hatte „Kapitän“ Völker für diesen Abend eine ideale Partnerin gefunden, die sich unterhaltsam die Wortbälle fleißig hin- und herwarfen. Wie Evelyn Hamann zu besten Loriot-Zeiten zeigte Tettenborn im Rahmen der Preisverleihungen dabei stoische wie augenzwinkernde Souveränität beim „unfallfreien“ Verlesen von Wortungetümen wie Single Rope Freestyle und Double Dutch Pair Freestyle, Single Rope Pair Freestyle und Double Dutch Single Freestyle oder Single Rope Speed Relay. Man darf daher gespannt sein, was sich beide, Völker und Tettenborn, bei künftigen Sportlerehrungen einfallen lassen, um das Publikum auch weiterhin gut zu unterhalten.  





 

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