Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

15.05.2019

Endspurt bei Sammelaktion des Vereins „Deckel drauf“

Foto: Plastikdeckel für die Aktion (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main)

Der Verein „Deckel drauf e.V.“ beendet die Aktion „500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung“. Deswegen können Rüsselsheimer Bürgerinnen und Bürger nur noch bis Ende Mai ihre Plastikdeckel von Flaschen, Saft- oder Milchtüten in der Box am Empfang des Rathauses abgeben. So kann gewährleistet werden, dass die Deckel im Juni noch abgeholt werden.

Durch den Verkauf des gesammelten Rohstoffs hat der Verein bisher den Kauf von Impfungen gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) finanziert, an der weltweit noch immer Kleinkinder und Erwachsene erkranken. Seit dem Aufruf von Bürgermeister Dennis Grieser Ende September des vergangenen Jahres wurden in Rüsselsheim am Main über vier Kubikmeter Deckel abgegeben. Nach einer groben Schätzung könnten dies 200.000 Deckel sein, denen einen Gegenwert von etwa 400 Polio-Impfungen gegenüber steht. Grieser sagt: „Ich danke allen, die fleißig gesammelt und damit den Verein unterstützt haben, Kinderlähmung weiter auszurotten. In den kommenden zwei Wochen rufe ich alle zum Endspurt auf, damit der Verein noch möglichst viele Impfstoffe finanzieren kann.“

Als Gründe für das Aktionsende gibt der Verein an, dass die Preise für Kunststoff zuletzt deutlich gesunken sind. Daher könne nicht sichergestellt werden, dass auch in Zukunft die Erlöse erzielt werden, die erforderlich sind, um das Motto der Sammlung zu erfüllen. Hinzu kämen Veränderungen der EU in ihrer Kunststoffstrategie. Künftig müssten die Deckel fest mit den Flaschen verbunden sein. Dem Verein geht also mittelfristig das Sammelmaterial aus. Außerdem sei es problematisch, das Projekt weiter ehrenamtlich zu stemmen. Seit der Vereinsgründung 2014 hätten die Ehrenamtlichen Erlöse in Höhe von 270.000 Euro erzielen und damit rund 3.315.000 Impfungen weltweit finanzieren können.

 

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