Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

18.11.2019

Aktionstag „NEIN zur Gewalt an Frauen“ am 25. November

Der Aktionstag „Nein zur Gewalt an Frauen“ wird international am 25. November begangen. Anlässlich des Gedenktags lädt die Frauenkammer der Stadt Rüsselsheim am Main alle Interessierten, Frauen und Männer, zu einer öffentlichen Sitzung ein. Mit der Veranstaltung will die Frauenkammer auf die Brisanz der häuslichen Gewalt aufmerksam machen und ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen in Rüsselsheim am Main setzen. Die Sitzung findet am Montag (25. November) um 17 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rüsselsheimer Rathauses, Eingang Faulbruchstraße, statt. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung an bfc@ruesselsheim.de gebeten.

Der Gedenktag wird weltweit genutzt, um das Ausmaß und die Formen der Gewalt gegen Frauen zu thematisieren und um auf Erreichtes aber auch die Handlungsdefizite aufmerksam zu machen. Denn Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Sie reicht von der strukturellen Gewalt in Form beispielsweise sozialer Armut bis zur körperlichen Misshandlung und der alltäglichen Pornografie und dem Sexismus in Medien und Werbung.

Seit 2001 ruft die Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ an diesem Tag bundesweit zu einer Fahnenaktion „Frei leben – ohne Gewalt“ auf. Wie in vielen anderen Städten wehen an diesem Tag auch in Rüsselsheim die bunten Fahnen in drei verschiedenen Sprachen vor dem Rathaus.

In Rüsselsheim widmet sich die der Frauenkammer in ihrer öffentlichen Sitzung in diesem Jahr dem Thema häusliche Gewalt. Laut dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend leben Frauen im eigenen Heim am gefährlichsten. Häusliche Gewalt sei die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen und liege noch vor Verletzungen durch Verkehrsunfälle und Krebs, selbst wenn diese zusammengerechnet würden. Dabei sei das Risiko, durch einen Beziehungspartner Gewalt zu erfahren, weitaus höher als von einem Fremden angegriffen zu werden.

Auch eine polizeiliche Statistik aus dem November 2018 spricht eine deutliche Sprache. Alle fünf Minuten wurde in Deutschland eine Frau misshandelt, gestalkt oder bedroht. Fast 140.000 Fälle häuslicher Gewalt wurden 2017 gemeldet, in der überwiegenden Mehrheit waren die Opfer Frauen. Es sei davon auszugehen, dass nur zirka 20 Prozent der Fälle gemeldet werden und somit 80 Prozent der Taten im Dunkelfeld stattfinden.

Laut der Frauenkammer gibt es seit mehr als 30 Jahren Frauenberatungsstellen, Hilfsangebote und eine mittlerweile geänderte Rechtslage. Doch die Zahlen bleiben anhaltend hoch. Jeder Fall ist ihrzufolge ein Fall zu viel.

Der Gedenktag geht zurück auf die Schwestern Mirabal, die politischen Widerstand gegen die Diktatur in der Dominikanischen Republik leisteten. Sie wurden vom militärischen Geheimdienst des Landes nach monatelanger Folter am 25. November 1960 ermordet.


 

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