Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

16.12.2019

„Die Ampel der Zukunft steht auf Grün“

Jahresbilanz 2019 des Rüsselsheimer Oberbürgermeisters Udo Bausch

 

Die Stadt Rüsselsheim am Main ist für die Zukunft gut gerüstet. Auf vielen Gebieten seien dieses Jahr wichtige Entscheidungen getroffen worden und Rüsselsheim werde als Wohn- und Wirtschaftsstandort weiter an Bedeutung in der Region gewinnen, erklärte Oberbürgermeister Udo Bausch in seiner Jahresbilanz. „Die Ampel der Zukunft steht auf Grün, denn in den kommenden Jahren wird in der Stadt rund eine Milliarde Euro investiert werden.“

Rüsselsheim profitiert vom Wohnungsbau
Rüsselsheim sei eine Stadt, die stark in den Wohnungsbau investiere. Sie profitiere dabei von ihrem Bevölkerungswachstum, der seit zehn Jahren ungebrochen anhalte, so Bausch. „Alleine die städtische Wohnungsbaugesellschaft gewobau wird in den nächsten fünf Jahren rund 135 Mio Euro in den Neubau und Modernisierung investieren.“ Nach einer Schätzung des Projektentwicklers Terramag kämen weitere 164 Millionen Euro hinzu, die im neuen Quartier am Ostpark verbaut werden würden. Dort hat die Stadt inzwischen das Bebauungsplanverfahren eingeleitet, um 420 Wohneinheiten entstehen zu lassen. „Das zeigt, dass wir nicht nur reden, sondern auch umsetzen. Ab Sommer 2021 könnte es dort mit der Vermarktung losgehen“, erklärte der Oberbürgermeister. Auch mit der Bauschheimer Eselswiese sehe er Rüsselsheim auf einem guten Weg. „Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger ist groß, das zeigt die bisherige Bürgerbeteiligung.“ Bausch ist es dabei wichtig zu betonen, dass neben einem hohen Anteil Bruttobauland für Wohnflächen von 31 Hektar mit über 13 Hektar auch ausreichend Gewerbeflächen und ein fünf Hektar großes Mischgebiet vorgesehen sind. Diese Mischung von Wohnen und Arbeiten sei für viele Unternehmen attraktiv. Bausch geht dabei davon aus, dass die Bauaktivitäten in den nächsten Jahren besonders junge Familien ansprechen werden. Dabei spiele bezahlbarer Wohnraum eine wichtige Rolle. Daher habe er sich beim Hessischen Wirtschaftsminister dafür eingesetzt, dass Rüsselsheim Teil des neuen Landesprogramms „Frankfurter Bogen“ werde, mit dem der Wohnungs- und Städtebau im Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main speziell gefördert werde. Insgesamt, so die Schätzung von Oberbürgermeister Bausch, könnte das private Bauvolumen auf der Eselswiese zwischen 500 bis 600 Millionen Euro liegen.

Innenstadt mit guten Chancen auf Revitalisierung
Eine weitere wichtige innerstädtische Entwicklung und mit rund 100 Millionen Euro eine enorm wichtige Investition direkt im Herzen der Stadt sprach Oberbürgermeister Bausch mit dem Motorworld-Projekt im Opel-Altwerk an. „Das Projekt wird eine neue Zeitrechnung für Rüsselsheims Innenstadt einläuten. Dort wird ein neuer Stadtteil direkt an der S-Bahn entstehen, ein Quartier mit Wohnen, Arbeiten und Leben. Die Bürgerinnen und Bürger haben lange auf eine Lösung für das Opel-Altwerk gewartet und ich gehe davon aus, dass dies ein zentraler Anstoß zur Revitalisierung der Innenstadt sein wird.“ Auch vom Neubau am Friedensplatz, auf dem ehemaligen Karstadt-Gelände, werde nach Ansicht Bauschs ein ähnlich wichtiger Impuls für die Innenstadt ausgehen. Dort werde es jetzt schnell weiter voran gehen, wenn im Januar oder Februar die Abrissbagger anrollten und so von der Planung zur Umsetzung übergegangen werde. „Einschließlich der Kosten für den Grundstückskauf und den Abriss werden am ‚Tor zur Innenstadt‘ rund 26,5 Millionen Euro investiert“, erklärt der Rüsselsheimer Oberbürgermeister.

Wirtschaftsstandort profitiert von Zusammenarbeit mit Hochschule
Als Wirtschaftsdezernent ist für Oberbürgermeister Udo Bausch aber auch die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts ein wichtiges Thema. Mit der Hochschule Rhein-Main Campus Rüsselsheim habe die Stadt einen ganz wichtigen Partner an Bord. Gemeinsam arbeite man intensiv an der Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes. Aktuell entstünden durch das Zusammenarbeiten auf Gebieten wie Smart Energy, Smart Home und Smart Mobility ganz neue Strukturen und Kompetenzfelder für den Wissen-, Ideen- und Technologietransfer. „Das bietet enorme Chancen für die Stadt, da wir die Attraktivität Rüsselsheims in Bezug auf Fachkräfte, die Entwicklung von Innovationen, Gründungen und die Ansiedlung neuer Unternehmen stärken“, wie Bausch betonte.


Wenn es nach den Vorstellungen von Udo Bausch geht, wird Rüsselsheim künftig nicht nur bei der Entwicklung von Elektroladesäulen vorne mit dabei sein, sondern auch beim Thema Wasserstoff. „Die Hochschule Rhein-Main ist ein führender Forschungsstandort für Wasserstoff in Deutschland und mit Opel sowie Hyundai Kia haben zwei wichtige Automobilunternehmen ihre Forschungszentren in der Stadt. Vor allem hat PSA das Kompetenzzentrum für Wasserstofftechnologie in Rüsselsheim bei Opel angesiedelt. Ich gehe daher davon aus, wenn in einem Jahr die erste Wasserstoff-Tankstelle in Rüsselsheim entsteht“, sagte Bausch.

Neben zukunftsträchtigen Themen sprechen für den Wirtschaftsstandort aber auch die Zahlen. Das Niveau der Beschäftigten ist über die Jahre mit knapp 34.500 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen konstant geblieben. Auch die Zahl der Einpendler mit 26.000 spricht im Vergleich zu den Auspendlern von 17.000 dafür, dass die Stadt ein guter Unternehmensstandort sei. Bausch wies auch noch mal darauf hin, dass sich die einzelhandelsrelevante Kaufkraft in Rüsselsheim in den vergangenen zwei Jahren um zehn Prozent auf 458 Millionen Euro erhöht habe. „Ich werde alles tun, um die Kaufkraft in der Stadt zu halten“, erklärte er.


Um den Standort nach vorne zu bringen hat der Oberbürgermeister auch zahlreiche Fachgespräche für wichtige Branchen der Stadt durchgeführt, wo neue, praxisorientierte Entwicklungen vorgestellt oder wichtige Kontakte geknüpft worden seien. Für zwei Gewerbegebiete in der Stadt hat er Standortinitiativen angestoßen, die er weiter ausbauen möchte. „Mein Ziel ist es, die Bekanntheit und die Vernetzung der Unternehmen untereinander zu verbessern. Gerade die älteren Gewerbegebiete müssen fit für die Zukunft gemacht werden“, erklärte Bausch. Dabei werde er nicht müde, immer wieder auf Rüsselsheim als Wirtschaftsstandort hinzuweisen. Neben zahlreichen Veranstaltungen, die die Wirtschaftsförderung organisiere oder an denen sie teilnehme, wurden 2019 über 56 Unternehmen besucht. Auch würden ihm dabei Instrumente wie ein Wirtschaftsnewsletter, ein Immobilienmarktbericht oder Messebesuche wie auf der Expo-Real oder auf der IAA helfen. Dass sich das lohne, zeige sich für Bausch unter anderem darin, dass eine sehr große Anzahl an Projektentwicklern ihr Interesse an der Eselswiese angemeldet hätten.

 

Viel getan für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger
Zum Schluss sprach Bausch als Ordnungsdezernent der Stadt. Er verwies darauf, dass die Kontrollen der städtischen Ordnungskräfte mit 57.500 Verwarnungen im Jahr auf einem Rekordniveau liegen (Stand 2. Dezember 2019). Dies gilt auch für viele andere Bereiche, wie Abschleppungen (369), Gaststättenkontrollen (133) oder Einsätze gegen Störer (125). Möglich sei das gewesen, weil die Stadtpolizei ausgebaut wurde (2020 folgt die zehnte Einsatzkraft). Bei der Hilfspolizei ziehe man nun nach, denn dort würden nun gleich zehn neue Stellen geschaffen werden. Er verwies darauf, dass er die Zusammenarbeit mit der Landespolizei intensiviert habe, wozu er als Ergebnis auch die Reaktivierung des „Schutzmanns vor Ort“ zähle, der seit wenigen Wochen wieder seinen Dienst in der Rüsselsheimer Innenstadt versieht.   

 

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