Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

19.12.2019

Programm „Gemeindeschwester 2.0“ kann weitergeführt werden

Das Land Hessen hat dem Antrag der Stadt Rüsselsheim am Main auf die Verlängerung der Fördermittel aus dem Programm „Gemeindeschwester 2.0“ den Zuschlag gegeben. Für zwei Stellen stehen damit Mittel für das Jahr 2020 bereit. Das teilt Bürgermeister Dennis Grieser nun mit. Der Name des Förderprogramms „Gemeindeschwester 2.0“ wurde in Anlehnung an die früheren Gemeindeschwestern, die regelmäßig in den Haushalten eines Wohngebiets unterwegs waren, gewählt. „Mit dem Einsatz kommunaler Betreuungspersonen soll in erster Linie der Vereinsamung älterer Menschen vorgebeugt werden. Sie sollen als Mittelspersonen zwischen der wachsenden Zahl von Menschen, die allein leben, und den bestehenden Angeboten und Hilfen für Seniorinnen und Senioren in Rüsselsheim tätig werden“, erläutert Bürgermeister Grieser.

Veränderte Familienstrukturen, das Wegbrechen von Infrastruktur im Wohnumfeld, eingeschränkte Mobilität sind nur einige von vielen Gründen, die in der heutigen Zeit der Einsamkeit im Alter Vorschub leisten. Viele der Betroffenen leben noch selbstständig und sind nicht auf eine Versorgung durch das professionelle Hilfesystem angewiesen. Sie fallen daher häufig durch die Maschen des sozialen Netzes. Hier will das Projekt ansetzen, indem die beiden Gemeindeschwestern 2.0, Birgit Backe und Jasmin Abt, als sich kümmernde Personen in die häusliche Situation älterer Menschen eintauchen, informieren, Anregungen geben und, wo nötig, Hilfen vermitteln. Durch den persönlichen Kontakt mit den Betroffenen können die Gemeindeschwestern den Hilfe- und Unterstützungsbedarf erkennen, die passenden Hilfen koordinieren und nicht zuletzt zur Annahme von Hilfe ermuntern und dabei helfen, Schwellenängste zu überwinden.

Angesiedelt bei der Beratungsstelle für ältere und behinderte Menschen im Haus der Senioren sind beide inzwischen gut in das soziale Netz eingebunden. Die Unterstützung der von ihnen begleiteten Menschen reicht von Gesprächen bei Hausbesuchen, Begleitungen zu Arztbesuchen und Institutionen, sowie das Heranführen an Treffpunkte und Veranstaltungen. Sie leisten damit einen Beitrag zur sozialen Teilhabe der zurückgezogenen älteren Menschen.

Mittlerweile freuen sich zirka 45 Personen über den Kontakt und die offenen Ohren der beiden Gemeindeschwestern 2.0. Fast 100.000 Euro stehen der Stadt Rüsselsheim am Main für das Jahr 2020 für Personalkosten und die Weiterbildung der Kolleginnen im Fall-Management zur Verfügung. Bürgermeister Dennis Grieser ist zuversichtlich, dass mit den beiden Stellen im Rahmen des Programms „Gemeindeschwester 2.0“ eine Lücke im sozialen Netz geschlossen werden kann, welche von professionellen Diensten nicht ausgefüllt wird. Schließlich handelt es sich hier auch um eine präventive Einrichtung, die ein Baustein für ein längeres Leben zu Hause sein kann.



 

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