Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

30.01.2020

Internationale Wochen gegen Rassismus mit dem Motto „Gesicht zeigen – Stimme erheben“

Das zweite Jahr in Folge beteiligt sich Rüsselsheim am Main an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Das aktuelle Motto lautet: „Gesicht zeigen – Stimme erheben“. Die internationalen Aktionswochen finden vom 16. bis 29. März statt. In Rüsselsheim starten erste Aktionen bereits am 6. Februar. Oberbürgermeister Udo Bausch sagt: „Rüsselsheim ist eine internationale und weltoffene Stadt. Der gute gesellschaftliche Zusammenhalt und die Solidarität in der Stadtgesellschaft sind Rüsselsheims stärkster Trumpf und das soll so bleiben“. Schon 2015 habe sich die Stadt Rüsselsheim offiziell den Grundsätzen der „Charta der Vielfalt“ verpflichtet. Demnach seien alle Rüsselsheimerinnen und Rüsselsheimer aufgerufen, gegen Vorurteile, Vorverurteilungen oder Benachteiligungen von Menschen aufgrund von Herkunft, Religion, Geschlecht oder körperlicher beziehungsweise geistiger Beeinträchtigung anzugehen.

Unter städtischer Federführung ist ein breit gefächertes Programm mit zwölf Veranstaltungen entstanden. Die Veranstaltungen setzen deutliche Akzente gegen Rassismus und rufen zu gegenseitigem Respekt, Toleranz und Dialog auf. Die Bandbreite reicht vom Workshop für Schülerinnen und Schüler, über einen pädagogischen Fachtag, eine Podiumsdiskussion, einem Vortrag und Theater bis hin zu verschiedenen Ausstellungen. Als Veranstalter mit dabei sind neben dem Interkulturellen Büro die städtische Jugendförderung / Jugendbildungswerk, Kultur123, das Kulturzentrum Rind, die Stiftung Alte Synagoge, Radio Rüsselsheim, das Katholisches Bildungswerk Südhessen, der Tunesische Familienverein sowie der Afghanisch-Deutsche Kultur- und Bildungsverein.

Das gesamte Veranstaltungsprogramm ist auf der städtischen Internetseite unter www.ruesselsheim.de abrufbar. Gedruckte Exemplare liegen in öffentlichen Einrichtungen aus und können zudem beim Interkulturellen Büro unter Telefon 06142 83-2039 oder per E-Mail an integrationsaufgaben@ruesselsheim.de angefordert werden.

Das Veranstaltungsprogramm im Überblick
6. Februar bis 31. März 2020

Besucherinnen und Besucher der Stadtbücherei können während der Öffnungszeiten die Medienausstellung „Ankommen“ besuchen und dabei ihre eigenen Erfahrungen zum Thema aufschreiben.

16. März (Montag) bis 18. März (Mittwoch)
Schülerinnen und Schüler der InteA-Klassen der Werner-Heisenberg-Schule beschäftigen sich vom 16. bis 18. März mit dem Thema Rassismus. In den InteA-Klassen werden 16- bis 19-jährige junge Erwachsene unterrichtet, die erst vor kurzem nach Deutschland gekommen sind und über geringe Deutschkenntnisse verfügen. Sie erarbeiten eine Konzeption und Moderation für eine Radiosendung. Diese überträgt Radio Rüsselsheim am 18. März von 13 bis 14 Uhr.

16. März (Montag) bis 29. März (Sonntag)
Schülerinnen und Schüler der Park- und der Friedrich-Ebert-Schule erkunden ihr Quartier in Rüsselsheim und stellen ihre zusammengestellten Foto-Collagen und Texte zum Thema „Ankommen“ zunächst in der Stadtbücherei aus. Weitere Ausstellungsorte in Rüsselsheim sind nach Abschluss der Veranstaltungswoche geplant. Das Projekt wird von JustiQ gefördert.

17. März (Dienstag) 9 Uhr
Das Theater Rüsselsheim präsentiert um 9 Uhr eine Aufführung vom Livesmedlet Theater aus Finnland. „Invisible Lands“ erzählt die gewöhnlichen Dramen von Tausenden von Vertriebenen, die alle versuchen, ihre Haut zu retten.
Die Aufführung ist für Jugendliche ab 14 Jahre. Der Eintritt kostet 6 Euro. Nähere Informationen zur Aufführung gibt es im Internet unter www.kultur123ruesselsheim.de

19. März (Donnerstag), 9 bis 14 Uhr
Die Jugendförderung der Stadt Rüsselsheim und des Kreises Groß-Gerau bieten für Hauptamtliche in der kommunalen Kinder- und Jugendarbeit den Fachtag „You got the Power!“ – Powersharing in der Arbeit mit Kinder und Jugendlichen. Der Fachtag findet im Landratsamt Groß-Gerau von 9 bis 14 Uhr statt. Anmeldungen sind per E-Mail an jg@kreisgg.de möglich.

19. März (Donnerstag), 20 Uhr
Das Ehepaar Alexa und Alexander Waschkau (Hoaxilla) werden auch in diesem Jahr im Kulturzentrum Rind über Antisemitismus und antijüdische Ressentiments insbesondere in sozialen Netzwerken referieren. Es zeichnet im Vortrag „Die Weisen von Zion heißen heute Soros @ Co“ Muster von Verschwörungstheorien nach und hinterfragt, ob es neue antijüdische Verschwörungen sind, oder es sich um alte Phänomene handelt. Es wird ein Unkostenbeitrag von 3 Euro erhoben.

20. März (Freitag), 17 Uhr
Oberbürgermeister Udo Bausch eröffnet die Ausstellung „yallah!? Über die Balkanroute“. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Perspektiven von Geflüchteten, die ihren langen Weg über den Balkan mit Audio-, Video und Fotoaufnahmen dokumentiert haben. Die Ausstellung ist vom 23. März bis zum 1. April in der Rotunde des Rathauses, Eingang Faulbruchstraße, während der regulären Öffnungszeiten zu sehen. Anmeldungen für die Eröffnung am 20. März sind bis zum 16. März unter integrationsaufgaben@ruesselsheim.de möglich.

21. März (Samstag), 17 Uhr
Am internationalen Tag gegen Rassismus laden der Tunesische Familienverein, der Afghanisch-Deutsche Kultur- und Bildungsverein und das Interkulturelle Büro zu einer Podiumsdiskussion im Ratssaal ein. Vertreterinnen und Vertreter von christlichen, jüdischen und islamischen Gemeinschaften diskutieren über das Aufkommen von menschenfeindlichen und extremistischen Tendenzen. Sie thematisieren darüber hinaus gemeinsame Strategien und Maßnahmen, um Vorurteilen und Rassismus entgegenzuwirken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.

21. März (Samstag), 19 Uhr
An diesem Abend präsentieren junge Künstlerinnen und Künstler aus Rüsselsheim und Umgebung ihren jeweiligen „Style“ auf der Bühne des Freizeithauses Dicker Busch. Im Style verschieden – in der Sache vereint - Jugendkultur gegen Rassismus.  

Samstag (21. März), 20 Uhr
Im Kulturzentrum „Das Rind“ wird das Stück in Kooperation mit der Stiftung Alte Synagoge „Waidmanns Heil -  Kammerspiel über politischen Extremismus“ vom Buchautor und Regisseur Hans König aufgeführt. In eindringlichen Szenen wird die Kontinuität des rechtsradikalen Denkens in Deutschland und in der Welt ausgedrückt. Im Mittelpunkt des Geschehens steht ein türkischstämmiger Journalist, der für seine Reportagen aus dem rechten Milieu bekannt ist. Er hat einen umfassenden, kompromittierenden Artikel über das private Geschäftsgebaren der bekannten rechtspopulistischen Politikerin Petra Waidmann verfasst, den er zu veröffentlichen plant. Doch dies geschieht nicht ohne Hindernisse.

Dienstag (24. März), 17.30 Uhr
Das Katholische Bildungswerk Südhessen bietet in Kooperation mit dem Interkulturellen Büro den Workshop „Sprachlosigkeit überwinden – Argumentationstraining gegen rechte Parolen“ an. In diesem Workshop werden verschiedene Argumentationsstrategien und mögliche Verhaltensweisen vorgestellt und in (Rollen-)Spielen praktisch ausprobiert. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Eine Anmeldung per E-Mail an bw.suedhessen@bistum-mainz.de ist bis zum 18. März möglich.

Freitag (27. März), 13.30 Uhr
Die Jugendförderung mit ihrem Jugendbildungswerk präsentiert die Ergebnisse des Respekt-Workshops im Freizeithaus Dicker Busch. Schülerinnen und Schüler der Park-, Friedrich-Ebert-, Gerhardt-Hauptmann- und Alexander-von-Humboldt-Schule arbeiten zuvor in gemischten Gruppen zum Themenkomplex „Respekt – Kein Platz für Rassismus“. Unter fachlicher Anleitung beschäftigen sich die Jugendlichen kreativ mit Erscheinungen und Auswirkungen von Diskriminierung sowie möglichen Handlungsoptionen.

 

Weitere Informationen

Link zu Faltblatt zur Veranstaltungsreihe (PDF)

 

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