Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

25.11.2021

Satzungsänderung: Größere Anerkennung für die Arbeit in der Kindertagespflege, bessere Regelungen für Familien

Die Stadt Rüsselsheim am Main will die Satzung über die Betreuung von Kindern durch qualifizierte Tagespflegepersonen anpassen. Ziel ist es, das Betreuungsangebot der Kindertagespflege mit den Kitas gleichzustellen, so wie es der Gesetzgeber vorsieht. „Mit der geänderten Satzung wollen wir den Beruf als Tagespflegeperson attraktiver machen und passen die Geldleistungen an die allgemeine Preissteigerung an. Ziel ist es, die Betreuungsplätze in diesem Bereich zu erhöhen. Denn die Kindertagespflege ist neben der Betreuung in den Kindertagesstätten eine weitere wichtige Säule, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen“, sagt Bürgermeister Dennis Grieser zu der Satzungsänderung, die der Magistrat den Stadtverordneten zur Beschlussfassung weitergeleitet hat.

Mit dem Inkrafttreten der geänderten Satzung sollen die Förderleistungspauschale für die Betreuung sowie die Sachleistungspauschale für Ausstattung und Räume erhöht und in den Folgejahren an die Entwicklungen bei den Tarifabschlüssen für den öffentlichen Dienst und an den Verbraucherpreisindex angepasst werden. Zudem sollen wie in den Kindertagesstätten auch die Vor- und Nachbereitungszeiten der Tagespflegepersonen angerechnet werden, und sie erhalten ihre Geldleistungen weiter, wenn sie eine Qualifizierung besuchen und in dieser Zeit die Kinder nicht betreuen können. Wer eine Qualifizierung nach dem Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan absolviert, erhält zusätzlich eine Qualitätspauschale. Mit diesen Maßnahmen will die Stadt die Qualität in der Kindertagespflege steigern.

Auch die Familien würden von einer geänderten Satzung profitieren. So konnten ihnen bisher in der Tagespflege für Kinder ab drei Jahren keine Beitragsfreiheit gewährt werden, wie dies in den Kindertagesstätten durch die Landesförderung möglich ist. Das soll sich mit der neuen Satzung ändern. Ebenso soll darin verbindlich geregelt werden, dass im Falle eines kurzfristigen Ausfalls der Kindertagespflegeperson, etwa im Krankheitsfall, eine Vertretung sichergestellt ist und diese sich bereits zuvor regelmäßig mit den Kindern vertraut gemacht hat. Zudem schließt die Satzung eine Lücke bei einer unverschuldeten Schließung der Kindertagespflege, wenn diese beispielsweise aufgrund der Corona-Pandemie angeordnet wird. In diesem Fall können Familien die Betreuungsgebühren zurückerhalten und die Kindertagespflegepersonen erhalten weiter ihre Geldleistungen. Bisher gab es diese Regelung nur in den Kindertagesstätten.

 

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