Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

02.08.2022

Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Vor 77 Jahren ging am 6. August um 8.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit eine Atombombe auf Hiroshima nieder. Zu diesem Zeitpunkt werden in diesem Jahr die Kirchenglocken der Stadtkirche in Rüsselsheim läuten zum Gedenken an die mehr als 200.000 Menschen, die innerhalb kürzester Zeit den Tod fanden. Vor dem Rüsselsheimer Rathaus wehen außerdem zwischen dem Hiroshima-Gedenktag am 6. August und dem Nagasaki-Gedenktag am 9. August die Fahnen der Mayors for Peace (Bürgermeister und Bürgermeisterinnen für den Frieden) als weithin sichtbares Zeichen für Abrüstung und Frieden.

Rüsselsheim am Main setzt sich als Mitglied des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace für Abrüstung und Frieden ein. Das Städtebündnis stellt die größte, kommunale Friedensbewegung dar. Es repräsentiert weit mehr als eine Milliarde Menschen aus rund 8.000 Städten und Gemeinden in über 165 Ländern. Alle Mitglieder verbindet das Ziel eines dauerhaften Weltfriedens in einer Welt ohne Atomwaffen.

Heute ist die atomare Bedrohung so präsent wie schon lange nicht mehr. Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar des laufenden Jahres ist die europäische Sicherheitsordnung zerstört worden. Die nuklearen Drohgebärden Russlands sind ein Tabubruch. Oberbürgermeister Udo Bausch sagt: „Atomwaffen sind neben dem Klimawandel die größte Bedrohung der Menschheit. Sie haben das Potential, alles Leben auf dieser Erde zu zerstören. Friedensforscher warnen derzeit, dass ein neuer nuklearer Rüstungswettlauf droht. Rüsselsheim am Main unterstützt den Atomwaffenverbotsvertrag und hat sich mit einem Stadtverordnetenbeschluss im Mai 2021 dem Städteappell der deutschen ICAN-Sektion angeschlossen."

Die Plakatausstellung der Mayors for Peace „Die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki“ zeigt die Auswirkungen und Zerstörung durch die Atombomben, die im August 1945 auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden. Sie setzt damit ein Zeichen für eine Welt ohne Atomwaffen. Die digitale Ausstellung ist auf der Internetseite der Stadt Rüsselsheim am Main zu sehen. Der verkürzte Link lautet kurzelinks.de/6p8z .

Gedenkveranstaltungen und Kundgebungen anlässlich des Atombombenabwurfs auf Hiroshima haben in Rüsselsheim eine lange Tradition. Sie gehen auf den Rüsselsheimer Pfarrer Willi Göttert und den Friedenstreff Rüsselsheim zurück. In diesem Jahr ruft der Rüsselsheimer Friedensschutzkreis mit freundlicher Unterstützung des Gewerbevereins zu der Kundgebung auf.

Jeden ersten Samstag im Monat veranstaltet der Gewerbeverein die Veranstaltungsreihe „Ab in die Stadt“ auf dem Gemeindeplatz, so auch am 6. August. Vor der Veranstaltung des Gewebevereins unter dem Motto „Musik liegt in der Luft“ beginnt die Kundgebung auf dem Gemeindeplatz vor dem Haus der Kirche (Marktstraße 7) um 10.30 Uhr. Es werden Christel Göttert, Oberbürgermeister Udo Bausch, Bürgermeister Thorsten Siehr aus Ginsheim-Gustavsburg und Pfarrer Andreas Jung sprechen.


 

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