Die Künstlerin Sigrid Roes wurde als engagierte Vertreterin der Rüsselsheimer Szene der Kunst- und Kulturschaffenden mit dem Preis geehrt. Sie initiierte beispielsweise den Künstlerhandwerkermarkt, der seit 1976 zweimal jährlich in Rüsselsheim stattfindet. Sie war zeitweise Vorsitzende der „Werkkunstgruppe im Malkasten“ (heute Künstlervereinigung Malkasten Rüsselsheim e.V.) und war ebenso im Verein Kunstraum Opelvillen aktiv.
In diesem Kontext ist die gebürtige Raunheimerin Roes aber auch für Aktionen wie den sogenannten „Bildersturm“ auf die Opelvillen bekannt, den sie 1996 gemeinsam mit dem Verein Kunstraum Opelvillen organisierte. Roes bedient sich bei ihrem künstlerischen Schaffen vor allem dem Medium der Collage, welche sie aus verschiedensten Alltagsgegenständen gestaltet.
Zum ersten Mal vergab die Stadt Rüsselsheim außerdem einen mit 2000 Mark dotierten Sonderpreis. Ausgezeichnet wurde eine Projektgruppe der Immanuel-Kant-Schule. Die Schüler hatten im katholischen Religionsunterricht die Geschichte der Zwangsarbeiter im Rüsselsheimer Opel Werk dokumentiert.





