Nach positiver Prüfung wurde das Vorhaben vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) für das weitere Antragsverfahren ausgewählt.
Ziel des Vorhabens mit dem Titel „MäC-Männer in Care-Berufe 2.0 Rüsselsheim! - Von der Selbstfürsorge zur Fremdfürsorge“ ist es, besonders benachteiligte junge Männer im Alter von 18 bis 35 Jahren beim Zugang zur Arbeitswelt zu unterstützen und ihre soziale sowie arbeitsmarktliche Integration nachhaltig zu verbessern. Die Umsetzung des Projekts durch die Volkshochschule Rüsselsheim wird aktiv vom Kommunalen Jobcenter Groß-Gerau/Rüsselsheim unterstützt. Die geplante Projektlaufzeit erstreckt sich vom 1. Juli 2026 bis zum 31. Dezember 2028.
Oberbürgermeister Patrick Burghardt begrüßt die Auswahl ausdrücklich: „Mit der Auswahl der Interessenbekundung unterstreicht das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Relevanz des Rüsselsheimer Ansatzes und eröffnet der Stadt die Möglichkeit, im nächsten Schritt einen Förderantrag einzureichen. Mit dem Projekt schaffen wir neue Zugänge zu Bildung und Arbeit und stärken zugleich den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt.“
Im Mittelpunkt des Vorhabens mit dem Schwerpunkt „Soziale Innovationen “steht die Entwicklung von Perspektiven zur Verbesserung der sozialen und ökonomischen Teilhabe von jungen Männern, die bislang von klassischen Unterstützungsangeboten kaum erreicht werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Heranführung an Tätigkeiten in sozialen, erzieherischen und pflegerischen Berufen, so genannte „Care-Berufe“. Durch einen modularen und kultursensiblen Ansatz „von der Selbstfürsorge zur Fremdfürsorge“ sollen die individuellen Lebenslagen der Zielgruppe berücksichtigt und gleichzeitig ein Beitrag zur Fachkräftesicherung im Care-Bereich geleistet werden.
Der Betriebsleiter von Kultur123 und aktuelle kommissarische Leiter der Volkshochschule Rüsselsheim, Dr. Abdelkader Al Ghouz, betont die Rolle der vhs als Projektverantwortliche: „Als kommunale Weiterbildungseinrichtung verfügen wir über langjährige Erfahrung in der Arbeit mit heterogenen Zielgruppen. Mit dem geplanten kreisübergreifenden Kooperationsverbund können wir Bildungs-, Beratungs- und Praxisangebote eng verzahnen und jungen Männern passgenaue Perspektiven für ihren beruflichen Weg eröffnen.“
Geplant ist der Aufbau eines kommunal geführten, interagierenden Kooperationsverbundes, der alle relevanten lokalen Akteure einbindet. Ziel ist es, bestehende kommunale Strukturen gezielt zu erweitern und die soziale sowie ökonomische Teilhabe der Zielgruppe in Rüsselsheim am Main nachhaltig zu stärken.
Für das Programm ist ein Förderbudget zwischen 0,75 Millionen und maximal 1,25 Millionen Euro vorgesehen, gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales.




