„Mit dieser Pflanzung verbinden wir klimatische Anpassung, Biodiversität und landschaftsgärtnerische Gestaltung in einem Projekt. Die Kombination aus klimaangepassten Bäumen, strukturbildenden Sträuchern, blühenden Wiesenflächen und Frühblühern schafft einen grünen Mehrwert für Menschen, Tiere und nicht zuletzt das Stadtklima“, erklärt Stadtrat Simon Valerius.
Die Pflanzflächen wurden bewusst mit großen Wurzelbereichen angelegt, um den Bäumen ausreichend Raum für gesundes Wachstum zu geben und ihre langfristige Vitalität zu sichern. Pflanzenkohle ergänzt die Substrate und erfüllt dabei mehrere Funktionen: Sie speichert Kohlenstoff, verbessert die Bodenqualität, erhöht die Wasserhaltefähigkeit – ein zentraler Baustein für die sogenannte „Schwammstadt“, die schnell viel Wasser aufnehmen kann.
Bei der Auswahl der Bäume hat die Grünplanung auf Vielfalt und Robustheit geachtet. Widerstandsfähige Resista-Ulmen, Blasenbäume, Gleditschien und der europäische Zürgelbaum zieren nun die Lise-Meitner-Straße. Zusätzlich tragen Sträucher wie Ölweide und Faulbaum zur Strukturvielfalt bei und bieten Nahrung sowie Lebensraum für Insekten und Vögel.
Als Unterpflanzung hat die Stadt eine gebietsheimische Blühwiese eingesät, die besonders Insekten, Wildbienen und Kleintieren Lebensraum bietet. Für Farbakzente im Frühjahr sorgen künftig verwildernde Frühblüher-Zwiebeln wie Wildtulpen, Winterlinge, Krokusse und Traubenhyazinthen, die nicht nur optisch Freude bereiten, sondern auch frühzeitig Nahrung für bestäubende Insekten bereitstellen.
Ein weiteres ökologisches Highlight ist die neu errichtete Benjeshecke, die als Lebensraum für Kleinsäuger, Vögel und Insekten dient und gleichzeitig als natürliche Struktur in der Grünfläche fungiert. „Dieses Projekt ist ein Beispiel dafür, wie Straßenbepflanzung gestaltet werden kann: ökologisch wertvoll, klimaresilient und optisch ansprechend – ein Beitrag zu einer lebenswerten, grüneren Stadt“, sagt Valerius abschließend.







