Ab dem 4. Mai beginnt die Maßnahme in den Becken 4 und 6 in Alt-Haßloch und im Dicken Busch I. Damit die natürlich vorkommenden Bakterien unter idealen Arbeitsbedingungen nachhaltig und schonend Schlamm abbauen können, kommen Belüfter zum Einsatz, die Sauerstoff mit ultrafeinen Blasen verteilen. In Kürze werden deswegen vier Solarflöße auf der Oberfläche der beiden Horlachebecken zu sehen sein, die sich von der Mönchbruchstraße bis zum Keplerring in Rüsselsheim am Main erstrecken. Die Flöße sind etwa 3,00 Meter breit und 2,40 Meter lang und arbeiten auch nachts ausschließlich über die gespeicherte Sonnenenergie. Die fernüberwachten Belüfter sind eine Neuentwicklung, die speziell an die Anforderungen des Einsatzes auf der Horlache angepasst wurden.
Ab Anfang Mai wird wöchentlich Bakterienflüssigkeit verteilt. Die Maßnahme wird durch den ehrenamtlichen Gewässerschutzbeauftragten unterstützt und von einem Fachbüro überwacht.
Der Schlamm in den Gewässern entsteht insbesondere vom Laub, das ins Wasser fällt und zum Boden sinkt, sowie durch abgestorbene Algen. Mit den Bakterien und Enzymen wird ein natürlicher Prozess in beschleunigter Form zum Abbau von Schlamm in Gang gesetzt. Die eingesetzte Flüssigkeit ist für Flora und Fauna unbedenklich. Ganz normal ist es in diesem Prozess, wenn sich im Wechsel das Wasser hin und wieder aufklart, dann wieder eintrübt, Teile des Schlamms aufgeschwemmt werden, oder sich Wasser sogar mal rötlich verfärbt.



