Vor den Wohnhäusern erinnern die goldenen Pflastersteine an das Schicksal der Kinder Manfred Moritz, Hans Mägert und Rainer Dielmann. Sie wurden während des Regimes der Nationalsozialisten in einer Landesheilanstalt untergebracht, dort als „lebensunwert“ bezeichnet und ermordet.
Eine Einführung in das Thema vorab erfolgte von Schülerinnen und Schülern der Gerhart-Hauptmann-Schule. Zudem las Klaus Mondorf zum Abschluss das Lied „Sind so kleine Hände“ vor.
Oberbürgermeister Patrick Burghardt verwies im Rahmen der Verlegung auf die Bedeutung des Erinnerns und betonte: „Dass wir am heutigen Internationalen Kindertag hier versammelt sind, um die Schrecken der Vergangenheit in Erinnerung zu rufen, ist richtig und wichtig. Nie wieder dürfen und sollen sich Verbrechen gegen die Menschlichkeit wiederholen. Hinter jedem Namen stand ein Kind mit Hoffnungen, Gefühlen, einer Familie und einem Recht auf Leben. Die Erinnerung an diese Kinder ist mehr als ein Blick in die Vergangenheit. Sie ist Auftrag für unsere Gegenwart und Zukunft. Rüsselsheim am Main ist eine tolerante und vielfältige Stadt, in der weder Antisemitismus, noch jegliche andere Form von Hetze und Menschenfeindlichkeit Platz haben.“
Bürgermeister Murat Karakaya äußerte sich abschließend: „Heute verlegen wir nicht nur einen Stolperstein. Wir setzen ein klares Zeichen gegen das Vergessen. Jeder hier genannte Name erinnert an ein menschliches Schicksal und an das Unrecht, das diesen Menschen widerfahren ist. Dieser Stein soll nicht nur die Erinnerung bewahren, sondern uns zugleich daran erinnern, Menschlichkeit, Respekt und Demokratie jeden Tag aufs Neue zu leben.“





