Es gibt heute nur noch wenige Hinweise auf die frühere jüdische Gemeinde in Rüsselsheim, die seit Jahrhunderten hier ansässig war. In Familiengeschichten und Einzelbiographien macht die Stadtführung ein Stück verloren gegangener städtischer Vielfalt erfahrbar. Zugleich erinnert sie an das Schicksal verfolgter Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Zeit des Nationalsozialismus, zu denen auch Fanny Lang gehörte. Fanny Lang führte mit ihrem Ehemann ein Kaufhaus in der Bahnhofsstraße und wurde 1943 wegen ihrer jüdischen Herkunft deportiert und ermordet. Im Anschluss an die Führung, beim Besuch der Alten Synagoge, erwartet Teilnehmende eine filmische Rekonstruktion der Geschichte der Gemeinde in der Zeit des Nationalsozialismus. Dabei können sie sich ein Bild davon machen, wie das 1845 errichtete Gebäude vor seinem entstellenden Umbau aussah.
Die Stadtführung ist eine Kooperationsveranstaltung des Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim und der Stiftung Alte Synagoge. Treffpunkt ist der Eingang des Rathaus Rüsselsheim, Marktplatz 4. Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei. Um eine Anmeldung wird gebeten. Die Anmeldung ist online möglich (Öffnet in einem neuen Tab).
Weitere Informationen erhalten Interessierte unter der Telefonnummer 06142 83-2950 oder per E-Mail an museumruesselsheimde.





