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Pressemitteilung

Ausbau der schulischen Betreuungsplätze in Königstädten für mehr Chancengleichheit

In einer Vorlage für die Stadtverordnetenversammlung berichtet die Stadt Rüsselsheim am Main über die Zukunft der Ganztagsbetreuung in Königstädten. Dabei sollen die Hort- und Ganztagsbetreuung in einem System zusammengeführt und Synergien genutzt werden.

„Wir entsprechen mit der Vorlage dem Rechtsanspruch auf eine bedarfsgerechte Ganztagsbetreuung, indem wir das Betreuungssystem in der Grundschule Königstädten stärken und die Betreuung an den Standard in den anderen Rüsselsheimer Stadtteilen anpassen.“, sagt Bürgermeister und Bildungsdezernent Murat Karakaya zur Vorlage.

Entsprechend dem ab Sommer 2026 geltenden Rechtsanspruch nach dem Ganztagsförderungsgesetz auf einen Ganztagsbetreuungsplatz für Grundschulkinder verfolgt die Stadt das Ziel, die bedarfsgerechte und verlässliche Betreuung für alle Familien mit Bedarf in den zehn Grundschulbezirken auszubauen, so auch im Stadtteil Königstädten.

Zunächst wird der gesetzliche Anspruch nur für die erste Klassenstufe gelten, wird aber sukzessive auf die weiteren Klassenstufen ausgebaut, sodass die Versorgungsquote mit Betreuungsplätzen bis 2029/2030 auf 80 Prozent erhöht werden soll. 

„Dabei geht es der Stadt ausdrücklich nicht darum, die Qualität der bisherigen Hortbetreuung oder der schulischen Ganztagsangebote in Frage zu stellen“, betont Bürgermeister Karakaya. „Im Gegenteil: Die dort geleistete pädagogische Arbeit bildet eine wichtige Grundlage für die nun geplante Weiterentwicklung hin zu einem einheitlichen, verlässlichen Betreuungssystem für alle Grundschulkinder im Stadtteil.“

Die Stadt Rüsselsheim verfolgt bereits seit mehreren Jahren das Ziel, Betreuungsangebote im gesamten Stadtgebiet mit insgesamt rund 3.000 Grundschulkindern schrittweise in ein gemeinsames schulisches System zu überführen. In Königstädten bestehen aktuell noch rund 100 Hortplätze an drei Standorten. Diese ergänzten bislang die bestehenden Ganztagsangebote mit insgesamt 1.740 Plätzen in ganz Rüsselsheim. Im Zuge der Neugestaltung der Räumlichkeiten im Untergeschoss der Grundschule Königstädten und der Erweiterung des Schulgebäudes in Form einer Umwandlung der ehemaligen Kindertagesstätte Auerbacher Straße in Schulräume sollen nun, die übrigen Hortplätze einheitlich an der Grundschule abgebildet und die Systeme vollumfänglich zusammengeführt werden. Dieser Prozess wurde im vergangenen Jahr begonnen.

Auf diese Weise entsteht ein zentrales, einheitliches und für alle Familien vergleichbares Angebot an einem Standort. Die Zusammenführung ermöglicht es, die hohen Qualitätsstandards aus Hort und Ganztag in einem gemeinsamen Konzept zu bündeln und weiterzuentwickeln. Klare Zuständigkeiten, eine abgestimmte pädagogische Ausrichtung sowie der flexiblere Einsatz von Räumen und Personal stärken die individuelle Förderung der Kinder und die Gemeinschaft aller Grundschulkinder.

Die Ganztagsbetreuung bietet zukünftig 280 Kindern Betreuung in vier Modulen, Eltern können flexibel Früh- und Spätbetreuung dazu buchen und zwischen einem kalten und warmen Mittagessen wählen. Auch die Ferienbetreuung wird so für alle Kinder des Stadtteils vereinheitlicht und an die bisherigen Hortzeiten angepasst. Diese ist je nach Bedarf pro Ferienwoche zusätzlich buchbar. Den Eltern werden somit auch ein einheitliches Gebührensystem und transparente Strukturen geboten. 

Mit der Änderung der Betreuungsformen werden außerdem Synergien erreicht, indem städtische pädagogische Fachkräfte, die bisher im Hort tätig waren, die Kindertagesstätten personell ergänzen. 

So wird auch dem immer noch hohen Bedarf an Kitaplätzen genüge getan und ein positiver Nebeneffekt erreicht.  

Die schulische Ganztagsbetreuung wird ihr Team anhand der ansteigenden Kinderzahl aufstocken und speziell für das Ganztagsangebot qualifiziertes Personal einstellen.

Perspektivisch ist darüber hinaus mit einer finanziellen Entlastung für den städtischen Haushalt zu rechnen. Nach aktuellen Berechnungen kann diese Einsparung mittelfristig bis zu rund 400.000 Euro pro Jahr betragen. 

In einem Elternabend am 21. Januar wurden die betroffenen Eltern über die anstehenden Anpassungen informiert, alle Bedingungen wie Abholzeiten, personelle Ausstattung, Mittagessensversorgung, Hausaufgabenbetreuung, AG-Angebot, konzeptionelle Ausrichtung und Tagesablauf erläutert und Fragen der Erziehungsberechtigten beantwortet. 

Bürgermeister Karakaya hob dabei ausdrücklich die große fachliche Kompetenz und das Engagement der Mitarbeitenden der bisherigen Horte hervor. Deren Erfahrung fließe maßgeblich in die Weiterentwicklung des Ganztagskonzepts ein. Eine personell abgesicherte Übergangsphase stelle sicher, dass Kinder und Eltern den Wandel verlässlich und behutsam erleben.

„Uns ist bewusst, dass es sich um ein emotionales Thema handelt, das einen kleinen Teil der Familien in Königstädten unmittelbar betrifft“, so Karakaya abschließend. „Gerade deshalb setzen wir auf Transparenz, Qualität und Verlässlichkeit. Der Ausbau des schulischen Ganztags in Königstädten ist kein Bruch mit Bewährtem, sondern ein gemeinsamer Schritt hin zu mehr Chancengleichheit und verlässlicher Bildung für alle Kinder.“

 

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