Trittsteinbiotope sind kleine Naturflächen, die Lebensräume miteinander verbinden. Sie bieten Tieren und Pflanzen Lebensraum und dienen zugleich als eine Art Zwischenstation, um neue Lebensräume zu erreichen. Die Stadt will damit im Rahmen des Programms „Label StadtGrün naturnah“ die Biodiversität fördern und wertvolle Strukturen am Stadtrand schaffen.
Verschiedene biodiversitätsfördernde Elemente werden in die Fläche integriert. Dazu zählen unter anderem ein Steinhaufen, der Reptilien, Insekten und Kleinsäugern Unterschlupf bietet, sowie Benjeshecken, die aus aufgeschichtetem Schnittgut bestehen und sich mit der Zeit zu lebendigen Heckenstrukturen entwickeln. Eine Trockenmauer schafft zusätzliche Nischen für wärmeliebende Pflanzen und Tiere.
Außerdem entstehen spezielle Lebensräume für Insekten: Ein Sandarium bietet bodennistenden Wildbienen geeignete Nistplätze, Gabionen mit Begrünung schaffen zusätzliche Mikrohabitate und tragen zur Strukturvielfalt bei.
Weitere Maßnahmen umfassen Strauchinseln, die Vögeln Schutz und Nahrung bieten, sowie Wiesenansaaten mit standortgerechten Arten, die die floristische Vielfalt erhöhen. Durch Initialpflanzungen wird die Entwicklung des Biotops gezielt unterstützt. Totholzelemente runden das Strukturangebot ab und bieten zahlreichen Insekten, Pilzen und Kleintieren wertvolle Lebensräume.
Durch die Kombination dieser unterschiedlichen Strukturen entsteht ein abwechslungsreicher Lebensraum, der als Trittstein im Stadtgebiet fungieren und so die Wanderung und Ausbreitung vieler Arten erleichtern soll. Die Umgestaltung der Fläche ist damit ein wichtiger Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt.




