„Als Stadt stehen wir an der Seite der Betroffenen von Gewalt. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, hinzusehen, Schutz zu ermöglichen und Unterstützung anzubieten“, erklärt Oberbürgermeister Patrick Burghardt. „Leider gibt es auch in Rüsselsheim und der Umgebung Fälle von Gewalt gegen Frauen. Erst kürzlich hat die Stadtgesellschaft, und mich persönlich, der Tod einer Frau erschüttert, bei dem auch in einem Beziehungskontext ermittelt wird.“
Im Jahr 2024 wurden 308 Mädchen und Frauen in Deutschland getötet, 53.451 Mädchen und Frauen wurden im selben Jahr Opfer von Sexualdelikten. Es wird davon ausgegangen, dass nur ein Bruchteil der erlebten Gewalt zur Anzeige gebracht wird.
Wenn Frauen Opfer tödlicher Gewalt werden, insbesondere im sozialen oder partnerschaftlichen Nahbereich, wird die besondere Dimension von Gewalt gegen Frauen sichtbar. Diese Taten stehen häufig im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischer Gewalt und werden dann als Femizide bezeichnet.
„Der Begriff macht deutlich, dass diese Gewalt nicht als Einzelfall oder private Tragödie betrachtet werden darf. Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftliches Problem, das klare Haltung, Aufmerksamkeit und verlässliche Unterstützungsstrukturen erfordert. Als Stadt möchten wir Frauen und Mädchen schützen. Betroffene sollen wissen, dass sie in Rüsselsheim nicht allein sind und an vielen Stellen Unterstützung erhalten können“, so Burghardt.
Kostenlose Notruf- und Beratungsangebote für Frauen in Rüsselsheim und Umgebung, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben
Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (bundesweites Beratungsangebot rund um die Uhr)
Telefon: 08000 116 016
Notruf für vergewaltigte Frauen
Telefon: 06152 8000–0
E-Mail: infofrauennotrufe-hessende
Frauen helfen Frauen e.V.
Beratungsstelle Rüsselsheim
Telefon: 06152 8000-0
E-Mail: infofrauenberatung-ggde
Frauenhaus
Telefon: 06152 39977



