Stadt und Städteservice haben diese Ulmenart gezielt ausgewählt, da sie resistent gegen das Ulmensterben ist und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Förderung der heimischen Biodiversität leistet. Sie ersetzt eine Winterlinde, deren Zustand sich trotz intensiver Pflegemaßnahmen in den vergangenen Jahren so verschlechtert hat, dass sie im Februar gefällt werden musste. Der Baum war ortsprägend und hatte eine hohe Bedeutung für das Erscheinungsbild des Platzes.
Der neu gepflanzte Baum verfügt bereits über einen Stammumfang von etwa 30 Zentimetern. In der Erde schafft Pflanzkohle optimale Wachstumsbedingungen und unterstützt das gute Anwachsen. „Ziel ist es, den Gemeindeplatz wieder nachhaltig zu begrünen und seine Aufenthaltsqualität langfristig zu stärken. Über die Ulme hinaus pflanzt der Städteservice im laufenden Frühjahr insgesamt 112 Bäume verteilt im ganzen Stadtgebiet“, erklärt Stadtrat Simon Valerius, der sich ein Bild von den Pflanzarbeiten machte.
Die neue Ulme (Ulmus resista „New Horizon“) ist nicht nur robust gegenüber Krankheiten und gut an das Stadtklima angepasst, sondern hat auch einen hohen ökologischen Wert. Ulmen bieten zahlreichen Insektenarten Lebensraum und Nahrung. So dienen ihre Blätter verschiedenen Schmetterlingsraupen als Futterpflanze, darunter beispielsweise dem Ulmen-Zipfelfalter. Auch viele Käferarten sowie Blattläuse sind auf Ulmen spezialisiert. Diese wiederum stellen eine wichtige Nahrungsquelle für andere Tiere wie Vögel dar. Zudem werden die Blüten der Ulme von frühen Bestäubern wie Wildbienen genutzt. Damit trägt der Baum neben dem Mikroklima wesentlich zur Förderung der biologischen Vielfalt im städtischen Raum bei. Zudem zeichnet sie sich durch eine gute Anpassungsfähigkeit an städtische Klimabedingungen aus.






