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Pressemitteilung

Stadtnatur als Lebensraum: Eine Expedition auf dem Gelände des Waldfriedhofs

Städtische Räume sind längst mehr als nur Orte des Lebens für Menschen – sie entwickeln sich zunehmend zu wichtigen Rückzugsorten für Pflanzen und Tiere.

Eine Blaumeise sitzt in Geäst.
Ein Bläuling sitzt auf einem trockenen Blumenstiel.
Eine Wespe sitzt auf einem Blütenstempel.
Zwei Krähen
Eine Amsel sitzt auf einem Grabstein.
Ein Buntspecht hämmert auf einen Baumstamm ein.
Der Eingang zum Waldfriedhof mit Mauer, Tor und Kapelle.

Am Beispiel des Waldfriedhofs zeigen Naturschutzbund (NABU), Stadt und Städteservice welche naturschutzrelevanten Strukturen dort vorhanden sind und welche Arten sich hier angesiedelt haben.

Zu Beginn des Projekts hat Eiko Leitsch vom NABU sämtliche potenziellen Lebensraumstrukturen erfasst, um die Bedeutung städtischer Grün- und Freiflächen für die biologische Vielfalt zu verdeutlichen. Anschließend erfolgte über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren ein umfassendes Monitoring, mit dem Ziel, möglichst viele der vorkommenden Arten zu dokumentieren – nach Möglichkeit auch fotografisch.

Der rund 9,4 Hektar große und etwa 100 Jahre alte Friedhof beherbergt insgesamt 954 Bäume aus 32 verschiedenen Arten. Bei 58 Bäumen haben die beteiligten Experten naturschutzrelevante Strukturen wie Faulstellen oder Höhlungen festgestellt; sie haben diese gezielt als sogenannte Habitatbäume gekennzeichnet. Die übrigen Flächen gliedern sich in Grab-, Wiesen- und Strauchbereiche mit jeweils unterschiedlichen Vegetationstypen, die zahlreichen Tierarten als Lebensraum dienen.

Die Ergebnisse des Monitorings belegen eindrucksvoll die ökologische Bedeutung solcher Flächen: Insgesamt konnte der NABU 34 Vogelarten, 5 Säugetierarten sowie zahlreiche Insekten und weitere Tiergruppen nachweisen – darunter 23 Arten von Hummeln, Bienen und Wespen, 29 Fliegenarten, neun Schmetterlingsarten, 18 Käferarten, 16 Wanzenarten, vier Spinnenarten, sieben Heuschreckenarten, zwei Ameisenarten und drei Amphibienarten.

Die gewonnenen Erkenntnisse stellen die Beteiligten am Samstag (25. April) um 10:00 Uhr auf dem Waldfriedhof sowie in der Kapelle der Öffentlichkeit vor. Nach einem einführenden Vortrag mit eindrucksvollen Bildern sind die Besucherinnen und Besucher eingeladen, drei ausgewählte Bereiche des Friedhofs selbst zu erkunden. Sie können auf Entdeckungstour gehen und die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt hautnah erleben – begleitet von Fachleuten der am Projekt beteiligten Institutionen- NABU Rüsselsheim Raunheim, Städteservice Raunheim Rüsselsheim und der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Rüsselsheim.

 

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