Für die Projektlaufzeit von 30 Monaten erhält die Stadt Fördermittel in Höhe von bis zu 1,17 Millionen Euro.
Ziel ist es, benachteiligte junge Männer im Alter von 18 bis 35 Jahren mit einem modularen, kultursensiblen und praxisorientierten Ansatz an soziale, erzieherische und pflegerische Berufsfelder, sogenannte Care-Berufe, heranzuführen und ihre beruflichen Perspektiven nachhaltig zu stärken. Die Umsetzung erfolgt durch die Volkshochschule Rüsselsheim als Betriebsteil von Kultur123.
Im Mittelpunkt steht ein innovatives Clustermodell als methodischer und struktureller Ansatz. Durch die Bündelung der Kompetenzen aller beteiligten Akteurinnen und Akteure in thematischen Clustern entstehen eng verzahnte Unterstützungs- und Förderstrukturen. Diese reichen von der Ansprache der Zielgruppe über die Qualifizierung und praktische Erprobung bis hin zur Integration in Beschäftigung. Dadurch entstehen durchgängige Förderketten, die sich an den Bedarfen der Teilnehmenden orientieren.
Oberbürgermeister Patrick Burghardt begrüßt die Förderzusage: „Das Vorhaben eröffnet benachteiligten jungen Männern neue Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe und berufliche Integration. Zugleich leistet es einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in sozialen und pflegerischen Berufen. Die Förderzusage markiert den Beginn eines Projekts, das beispielhaft für innovative kommunale Kooperation steht und weit über die Stadtgrenzen hinaus Impulse setzen kann.“
Ein besonderer Dank gilt dem Kommunalen Jobcenter Kreis Groß-Gerau, das im gesamten Entwicklungs- und Antragsprozess eine zentrale Rolle übernommen hat. Mit seiner fachlichen Expertise, der engen Anbindung an die Zielgruppe sowie der intensiven Mitwirkung an Konzeption und Antragstellung war das Jobcenter ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Vorhabens.
Die Volkshochschule Rüsselsheim arbeitet in dem Projekt mit einem breiten Kooperationsverbund zusammen. Zu den beteiligten Partnerinnen und Partnern gehören neben städtischen Fachbereichen das Kommunale Jobcenter Kreis Groß-Gerau (AöR), das GPR Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim gemeinnützige GmbH, die Rollwerk gUG – Skatehalle Rüsselsheim, die Technik- und Dienstleistungsgesellschaft mbH als Tochtergesellschaft der gewobau Gesellschaft für Wohnen und Bauen Rüsselsheim mbH sowie die TDG-Bauleistungen GmbH als Enkelgesellschaft der gewobau, der Städteservice Raunheim Rüsselsheim AöR, die Stadtwerke Rüsselsheim, der Caritasverband Offenbach/Main e.V. mit dem Caritaszentrum Rüsselsheim.
Dr. Abdelkader Al Ghouz, Betriebsleiter von Kultur123 betont: „Die Vielfalt und das Engagement unserer Verbundpartnerinnen und Verbundpartner bilden das Fundament dieses Projekts. Erst durch das koordinierte Zusammenwirken im Rahmen des Clustermodells entsteht ein tragfähiges Unterstützungssystem, das individuelle Förderung, gesellschaftliche Teilhabe und nachhaltige Integration ermöglicht. Gemeinsam übernehmen wir Verantwortung für die Zukunft unserer Stadt.“
Durch die Anwendung des Clustermodells werden bestehende kommunale Strukturen miteinander vernetzt und gezielt weiterentwickelt. Dadurch entsteht ein leistungsfähiger Kooperationsverbund, der die soziale und berufliche Integration der Zielgruppe stärkt und einen nachhaltigen Beitrag zur Fachkräftesicherung im Care-Bereich leistet.



