Die Stadt vergibt die Plakette jährlich für langjähriges ehrenamtliches Engagement im kulturellen Bereich. Für die diesjährige Verleihung wählte die Stadt mit dem 23. Mai bewusst den bundesweiten Ehrentag, an dem auch der Geburtstag des Grundgesetzes gefeiert wurde. „Kulturelles Ehrenamt ist Demokratie im besten Sinn. Denn die in den Vereinen und Organisationen tätigen Menschen schaffen Öffentlichkeit, stiften Gemeinschaft, regen zum Dialog an und geben wichtige Denkanstöße“, machte Oberbürgermeister Patrick Burghardt zu Beginn deutlich.
Eine weitere Besonderheit war, dass bei der Vergabe der Verdienstplakette nicht nur Mitglieder des Stadtverbands der kulturellen Vereine, sondern auch des Verbands der interkulturellen Vereine, berücksichtigt wurden. „Nach dem gemeinsamen Jubiläum der Verbände in diesem Jahr ist das ein weiterer Ausdruck einer engen und intensiven Zusammenarbeit in der Rüsselsheimer Vereinslandschaft“, freute sich Burghardt.
Die geehrten Frauen stehen dem Oberbürgermeister zufolge stellvertretend für viele andere Frauen, die das kulturelle Leben mit Ideen, Zeit, Kreativität und Beharrlichkeit prägen. Ohne ein solches ehrenamtliches Engagement in der Kultur wäre eine lebendige und vielfältige Stadtgesellschaft nicht denkbar.
Cornelia Diehl engagiert sich seit Anfang der 2000er Jahre in verschiedenen Funktionen im Vorstand des Fastnachtsvereins Club Schwarze Elf e.V., 16 Jahre lang als Kassiererin und seit 2020 als Beisitzerin. Sie hat sich in dieser Zeit unter anderem als Mitorganisatorin der Rüsselsheimer Kerb und des Weihnachtsmarkts maßgeblich eingebracht. Erste Auftritte mit dem Verein hatte sie schon in den 80er Jahren.
Manal El Bakkali bietet seit 2011 als ehrenamtliche Integrationslotsin Sprechstunden an. Auch als Sicherheitsberaterin für Seniorinnen und Senioren sowie als Gesundheitslotsin hat sie sich engagiert. Im Verein „Internationaler Garten“ ist sie nach vielen Jahren der aktiven Mitgliedschaft im Jahr 2022 zur Vorsitzenden gewählt worden und hat derzeit ihre dritte Amtszeit inne. Zudem engagiert sie sich seit 2023 im Vorstand des Verbands der interkulturellen Vereine.
Die ehemalige Grundschullehrerin Ortrun Maurer ist seit 1990 im Kreisverband Rüsselsheim der Siebenbürger Sachsen aktiv. Sie war von 2010 bis 2018 Vorsitzende und von 2018 bis 2025 Kulturreferentin. Außerdem hatte sie weitere Funktionen inne, unter anderem Kinder- und Frauenreferentin, sodass sie eine große Bandbreite an Aufgaben und Tätigkeiten verantwortete.
Nektaria Safi engagiert sich für die Griechische Gemeinde. Sie war rund sechs Jahre Beisitzerin in der Gemeinde, 2016 wurde sie zweite Vorsitzende und schließlich 2025 Vorsitzende. Zudem vertritt sie seit 2022 die Griechische Gemeinde auch als Beisitzerin im Verband der Interkulturellen Vereine. Auch im kretanischen Kulturverein „O Psiloritis“ ist sie aktiv. Politisch engagiert sie sich im Ausländerbeirat und im Bauschheimer Ortsbeirat.
Monika Wolf ist seit 1995 im geschäftsführenden Vorstand des 1. Akkordeon Club Rüsselsheim 1933 tätig, zunächst engagierte sie sich als zweite Schriftführerin. Seit 1998 und ununterbrochen bis heute wirkt sie als Erste Schriftführerin und ist damit die Kommunikationsschnittstelle nach innen und nach außen. Seit 1974 ist sie Mitglied und spielt seit 1984 im ersten Orchester.
„Sie sind mit Ihrem Engagement Vorbild für uns alle – und dafür möchte unsere Stadtgesellschaft mit der Verdienstplakette ‚Danke‘ sagen“, erklärte Oberbürgermeister Burghardt abschließend. Musikalisch umrahmte der 1. Akkordeon Club 1933 Rüsselsheim e.V. die Feierstunde.




