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Pressemitteilung

Nach Großbrand in Königstädten: Feuerwehr Rüsselsheim bewältigt Asbestverdacht professionell und stellt Einsatzbereitschaft schnell wieder her

Nach dem Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens im historischen Ortskern von Rüsselsheim-Königstädten am Abend des 8. Juni 2026 standen die Einsatzkräfte der Feuerwehr Rüsselsheim am Main nicht nur vor den Herausforderungen der Brandbekämpfung

Bereits während der laufenden Löschmaßnahmen ergaben sich Hinweise auf eine mögliche Asbestbelastung an der Einsatzstelle. „Die Feuerwehr hat beide Herausforderungen professionell und mit Bravour gemeistert. Dieser Großeinsatz hat einmal mehr gezeigt, dass sich Rüsselsheim auf die Feuerwehr verlassen kann“, lobt Oberbürgermeister Patrick Burghardt.

Der Einsatzleiter stellte fest, dass sich auf Teilen der beschädigten Dächer Faserzementplatten befanden. Solche Baustoffe wurden in der Vergangenheit häufig unter Verwendung von Asbestfasern hergestellt. Durch die Brandeinwirkung sowie herabstürzende und zerbrechende Dachelemente bestand daher der Verdacht, dass gesundheitsgefährdende Fasern freigesetzt worden sein könnten.

Für die Feuerwehr bedeutete dies, unmittelbar besondere Schutz- und Hygienemaßnahmen einzuleiten. Im Mittelpunkt standen dabei der Schutz der Einsatzkräfte und dass mögliche Kontaminationen nicht weiter verschleppt werden. Die Feuerwehr reinigte die eingesetzte Ausrüstung bereits an der Einsatzstelle vor und bereitete die erforderliche Dokumentation möglicher Expositionen vor. Sie berücksichtigte sämtliche Vorgaben des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, die beim Umgang mit Asbestfasern gelten, um langfristige Gesundheitsgefahren und mögliche Berufskrankheiten im Feuerwehrdienst zu verhindern.

Ein besonderer Vorteil für die Feuerwehr Rüsselsheim liegt in ihrer modernen technischen Ausstattung. Die Feuerwehr verfügt über eine leistungsfähige Industriewaschmaschine zur Reinigung von Brandschutzkleidung, die auch über spezielle Intensivprogramme verfügt. Darüber hinaus ermöglicht die erst kürzlich neu in Dienst gestellte Schlauchpflegeanlage eine sichere und gründliche Reinigung der eingesetzten Schläuche.

Dank dieser technischen Möglichkeiten konnten die erforderlichen Reinigungs- und Hygienemaßnahmen weitgehend in Eigenleistung durchgeführt werden. Dies verkürzte die Zeit bis zur vollständigen Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft erheblich. Bereits wenige Tage nach dem Einsatz standen Fahrzeuge, Geräte und Ausrüstung wieder uneingeschränkt für weitere Einsätze zur Verfügung.

Auch die am Einsatz beteiligten Feuerwehren wurden über den Verdacht auf asbesthaltige Baustoffe informiert. Insbesondere wurde darauf hingewiesen, dass Faserzementplatten an der Einsatzstelle herabgestürzt und zerbrochen waren. Dadurch konnten die jeweiligen Feuerwehren die erforderlichen Maßnahmen zur Reinigung, Dokumentation und Nachsorge ihrer Einsatzkräfte ebenfalls einleiten.

Der Einsatz zeigt eindrucksvoll, dass moderne Feuerwehren heute nicht nur Brände bekämpfen, sondern auch komplexe Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes bewältigen müssen. 

Nachuntersuchung am Brandobjekt 

Die Feuerwehr Rüsselsheim am Main war vergangene Woche gemeinsam mit Mitarbeitenden des Regierungspräsidiums Darmstadt erneut am Brandobjekt in der Obergasse im Stadtteil Königstädten im Einsatz. Hintergrund war eine weitere Untersuchung des betroffenen Anwesens.

Die Untersuchungen haben ergeben, dass ein Teil des Daches mit asbesthaltigen Faserzementplatten eingedeckt ist. Die durchgeführte Nachschau zeigte jedoch, dass lediglich geringe Mengen dieser Dachplatten eingebrochen sind. Die dabei entstandenen Rückstände haben sich ausschließlich auf dem betroffenen Brandgrundstück abgelagert.

Eine weitere Verbreitung der asbesthaltigen Materialien in die Umgebung konnte nicht festgestellt werden. Das Regierungspräsidium Darmstadt begleitet nun die ordnungsgemäße Entsorgung der betroffenen Rückstände, um jede mögliche Gefahr auszuschließen. Die Feuerwehr Rüsselsheim am Main steht hierzu in engem Austausch mit den zuständigen Fachbehörden.

 

 

 

 

 

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