Hierfür hat die Stadt die Fläche zu einem sogenannten Trittsteinbiotop umgestaltet. „Die Umgestaltung wertet die Fläche nicht nur ökologisch, sondern auch optisch auf. Das Biotop ist ein wichtiger Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt. Es sind auch viele Elemente zu sehen, die Anregungen für Gartenbesitzerinnen und -besitzer sein können“, sagt Stadtrat Simon Valerius
Trittsteinbiotope sind kleine Naturflächen, die Lebensräume miteinander verbinden. Sie bieten Tieren und Pflanzen Lebensraum und dienen zugleich als eine Art Zwischenstation, um weitere Lebensräume zu erreichen. „Die Stadt möchte damit im Rahmen des Programms ‚Label StadtGrün naturnah‘ die Biodiversität fördern und zugleich wertvolle Strukturen am Stadtrand schaffen“, erklärt Valerius.
Verschiedene biodiversitätsfördernde Elemente sind auf der Fläche zu finden. Dazu zählen unter anderem Steinhaufen, die Reptilien, Insekten und Kleinsäugern Unterschlupf bieten, sowie Benjeshecken, die aus aufgeschichtetem Schnittgut bestehen und sich mit der Zeit zu lebendigen Heckenstrukturen entwickeln. Eine Trockenmauer schafft zusätzliche Nischen für wärmeliebende Pflanzen und Tiere. Ein Sandarium bietet Raum für bodennistende Wildbienen, Gabionen mit Begrünung schaffen zusätzliche Mikrohabitate und tragen zur Strukturvielfalt bei. In dem Mittelteil, der ähnlich wie ein Weinberg modelliert ist und eine entsprechende Bepflanzung mit ökologischen Nischen hat, sind bereits Pflanzen wie Berberitze, Natternkopf, Ysop oder unterschiedliche Rosensorten zu finden. Im Herbst wird eine weitere Ansaat für bodennahen Bewuchs folgen. Die benachbarten Strauchinseln bieten Vögeln Schutz und Nahrung, Totholzelemente runden das Strukturangebot ab und bieten zahlreichen Insekten, Pilzen und Kleintieren wertvolle Lebensräume.
Durch die Kombination dieser unterschiedlichen Strukturen ist ein abwechslungsreicher und attraktiver Lebensraum entstanden, der als Trittstein im Stadtgebiet fungieren und so die Wanderung und Ausbreitung vieler Arten erleichtern soll. Zur Erläuterung der Gestaltung und der Pflanzen folgt noch eine Stele mit QR-Code, der zu einer Internetseite führen wird.




