Unter dem Titel „Stadt. Geschichte. Zukunft. – Zwei Perspektiven auf Rüsselsheim“ lud die Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Wissenschaft und Institutionen in das Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim ein.
Die Veranstaltung verband zwei Blickwinkel: den Blick auf die Geschichte der Stadt und den Blick auf ihre zukünftige Entwicklung. „Rüsselsheim blickt auf eine außergewöhnliche Industriegeschichte zurück. Diese ist für uns kein Selbstzweck, sondern Fundament für die Zukunft. Wer die Stärken und Identität eines Standorts kennt, kann seine Entwicklung erfolgreich gestalten. Genau diesen Bogen spannt die heutige Wirtschaftsrunde. Unsere Geschichte hat Rüsselsheim geprägt – unsere Zukunft gestalten wir gemeinsam. Beides gehört untrennbar zusammen“, sagte Oberbürgermeister Patrick Burghardt zur Begrüßung. Im Anschluss gaben zwei Impulsvorträge Einblicke in Vergangenheit und Zukunft Rüsselsheims.
Museumsleiter Nicolas Lange zeigte in seinem Vortrag „Das Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim – mehr als ein Blick in die Vergangenheit“, warum ein modernes Museum heute weit mehr ist als ein Ort des Bewahrens. Das Stadt- und Industriemuseum zählt seit seiner Eröffnung 1976 zu den ersten Museen Deutschlands, die Stadt-, Technik-, Industrie- und Sozialgeschichte miteinander verbinden. In der historischen Festung erzählt es auf rund 1.300 Quadratmetern die Entwicklung Rüsselsheims von den ersten Siedlungsspuren bis in die Gegenwart.
Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens geht das Museum bewusst neue Wege: Mit einer Pop-up-Ausstellung an mehreren Standorten im öffentlichen Raum es seine historischen Mauern verlassen und Stadtgeschichte direkt zu den Menschen gebracht. Damit wird deutlich, dass Geschichte nicht nur bewahrt, sondern gemeinsam erlebt, diskutiert und weitergeschrieben werden kann.
Im Anschluss richtete Stadtrat Simon Valerius den Blick nach vorn. In seinem Vortrag „Das nächste Rüsselsheim – Entwicklungsstrategien für die Zukunft“ stellte er aktuelle Ansätze zu strategischen Entwicklungen vor, die den Wirtschafts- und Lebensstandort in den kommenden Jahren prägen werden. Im Mittelpunkt standen die Transformation ehemaliger Industrieflächen, neue gemischte Gewerbe- und Wohnquartiere sowie die nachhaltige Weiterentwicklung der Stadt insgesamt. Zum Abschluss entspann sich eine rege Diskussion unter den rund 30 Teilnehmenden.
Mit der Rüsselsheimer Wirtschaftsrunde schafft die Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung regelmäßig eine Plattform für den Austausch über aktuelle und Zukunftsthemen des Wirtschaftsstandorts, um den Dialog zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft zu fördern, neue Impulse zu setzen und neue Netzwerke zu ermöglichen.






