Zum Abschluss von mehreren Impulsen besuchten sie die Gemeinschaftsunterkunft an der Hans-Sachs-Straße und erfuhren dort einmal mehr, welche Herausforderungen Geflüchtete in den aufnehmenden Kommunen bewältigen müssen. „Hinter jedem Menschen steht ein Schicksal. Sie müssen enorme Hürden überwinden, um ein Bleiberecht zu erhalten und ein neues Leben zu beginnen“, sagte Bürgermeister Murat Karakaya. Die letzten Gemeinschaftsunterkünfte seien mit Sozialwohnungsbaustandard gebaut worden. Ziel ist, die Unterkünfte weiter nutzen zu können, falls sie nicht mehr für Asylsuchende benötigt werden. Karakaya erläuterte weiter: „Wichtig ist aber auch, die Geflüchteten zu integrieren. Wir sind sehr dankbar, dass sich hierfür viele Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich engagieren.“ In dem Gebäude an der Hans-Sachs-Straße sind neben den Wohnungen für Geflüchtete weitere wichtige soziale Angebote angesiedelt: Die Tafel, Mainkinderkram und eine Fahrradwerkstatt.
Die Schülerinnen und Schüler eines Leistungskurses für Politikwissenschaften zeigten sich von den unterschiedlichen Bereichen, die sie kennengelernt haben, beeindruckt. Sie bekräftigten, dass sie sich ein viel besseres Bild machen und eine eigene Meinung bilden konnten. Zudem wüssten sie jetzt viel besser die Annehmlichkeiten ihres Lebens zu schätzen, die für Geflüchtete keineswegs selbstverständlich sind.
Die Jugendlichen hatten zuvor mit Geflüchteten gesprochen, einen Einblick in die Arbeit des städtischen Bereichs Asyl erhalten und im Unterricht mit der städtischen Netzwerkkoordinatorin für Flüchtlingshilfe gesprochen. Zu den Geflüchteten, die über ihre Erfahrungen erzählt haben, zählte Ismaeil Almamar, der mit 16 Jahren aus Syrien nach Deutschland kam und mittlerweile das Fachabi bestanden hat. Aber auch eine Frau aus Eritrea und der Ukraine berichteten über ihr Schicksal in Deutschland.




