Im Ratssaal des Rathauses kamen rund 110 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Beratung zusammen, um über zentrale Zukunftsfragen für Unternehmen und den Mittelstand zu diskutieren. Mit der Jahrestagung des RKW Hessen konnte Rüsselsheim am Main seine Rolle als Wirtschaftsstandort im Wandel weiter sichtbar machen.
Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Patrick Burghardt führte Sascha Gutzeit, Geschäftsführer des RKW Hessen, durch das Programm. Dieses umfasste unter anderem Fachimpulse zu Hidden Champions, Resilienz, Krisenbewältigung, Zukunftsstrategie, Künstlicher Intelligenz und Zukunftstrends auf dem Weg in das Jahr 2035.
Ein zentraler Programmpunkt war die Diskussionsrunde „Rüsselsheim: Industriestandort im Wandel – Chancen für Wirtschaft und Kommune“. An dieser nahmen Claudia C. Gotz, Leiterin der Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung der Stadt, Robert Lippmann, Hauptgeschäftsführer der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar, Prof. Dr. Thomas Heimer, Professor für Innovationsmanagement an der Hochschule RheinMain, sowie Alexander Nieland, Head of Business Unit Automotive Engineering bei der invenio GmbH Engineering Services, teil. Die Diskussion machte deutlich: Rüsselsheim verfügt über sehr gute Voraussetzungen, um Transformation aktiv zu gestalten. Traditionsreiche industrielle DNA, Kompetenzen in Engineering, Forschung und Entwicklung, die zentrale Lage in der Metropolregion FrankfurtRheinMain, starke Unternehmen vor Ort sowie große Flächen- und Entwicklungspotenziale bilden eine wichtige Grundlage für die Positionierung des Wirtschaftsstandorts. Zugleich wurde deutlich, dass erfolgreiche Transformation verlässliche Rahmenbedingungen, leistungsfähige Infrastruktur, Wissenstransfer und eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommune, Wirtschaft, Wissenschaft und regionalen Partnern braucht. Auch Herausforderungen wie Haushaltslage, wirtschaftliche Monostrukturen, Eigentumsverhältnisse, Altlasten, Denkmalschutz und das Image der Stadt wurden offen benannt.
Oberbürgermeister Patrick Burghardt betonte: „Rüsselsheim ist ein Wirtschaftsstandort mit Substanz und ebenso großen Zukunftschancen. Der Stadt ist es enorm wichtig, für Unternehmen gute Rahmenbedingungen zu schaffen, Kontakte herzustellen, Prozesse zu unterstützen und Entwicklungsräume zu ermöglichen. Wir werden die Veränderung noch stärker in Kooperation mit Unternehmen, Hochschule, Land und weiteren Partnern aktiv gestalten.“
Claudia C. Gotz erklärte: „Unser Ziel als Wirtschaftsförderung ist es, durch mehr Unternehmensvielfalt eine höhere Resilienz für den Standort zu schaffen. Standortentwicklung bedeutet für uns, Wirtschaft, Wissen, Flächen und Lebensqualität zusammenzudenken. Dabei sind insbesondere der Mittelstand und kleine und mittlere Unternehmen wichtige Partner für eine vielfältige, zukunftsfähige und resiliente Wirtschaftsstruktur.“
Sascha Gutzeit, Geschäftsführer des RKW Hessen, zog ein positives Fazit: „Rüsselsheim war für unsere Jahrestagung ein sehr passender Gastgeber. Der Standort zeigt beispielhaft, worum es bei Transformation geht: um Veränderungsbereitschaft, um neue Perspektiven und um die Fähigkeit, aus vorhandenen Stärken Zukunft zu entwickeln. Genau diese Haltung möchten wir auch dem Mittelstand mitgeben: Herausforderungen müssen aktiv gestaltet werden.“
Das RKW Hessen unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in Hessen dabei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, Innovations- und Veränderungsprozesse zu gestalten und passende Beratungs- sowie Förderangebote zu nutzen. Als „Mittelstandsverstärker“ macht das RKW Wissen und Beratung zugänglich, schafft Netzwerke und begleitet Unternehmen dabei, Veränderungen in konkretes Handeln zu überführen.





