Die vierjährigen Pflanzen stammen aus Samen von Bäumen, die 1945 den Abwurf von Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki überstanden haben.
Zwei der Bäume pflanzten Oberbürgermeister Patrick Burghardt und Stadtrat Simon Valerius gemeinsam mit den anwesenden Kindern. Zuvor erklärte Burghardt: „Die Ginkgo-Bäume sind ein besonderes und starkes Symbol. Sie stehen für Widerstandskraft, Hoffnung und Zukunft. Friedensarbeit ist für Rüsselsheim am Main ein Auftrag, und wir wollen Haltung zeigen. Die Bäume wachsen nun zu einem sichtbaren Zeichen in unserem Stadtbild heran.“ In Verbundenheit mit ihrer französischen Partnerstadt habe die Stadt einen weiteren Baum nach Évreux geschickt.
Christel Göttert vom Friedensschutzkreis lobte, dass mit dem künftigen Friedenshain neben dem Friedensplatz mit dem Hiroshima-Gedenkstein ein weiterer Ort des Friedens geschaffen werde. Die Ginkgos bezeichnete sie als „Bäumchen der Hoffnung“ für die Bemühungen um Frieden und gegen atomare Aufrüstung und kriegerische Handlungen.
Die jüngere Generation setzt sich bereits für den Friedenshain ein: Die Eichgrundschule übernimmt die Patenschaft für die Friedensbäume und brachte sich gemeinsam mit der Immanuel-Kant-Schule mit Gesang und Wortbeiträgen in das Veranstaltungsprogramm zur Baumpflanzung ein.
Die Bäume wachsen im nördlichen Teil des Ostparks. Zur Wiese gelangen Interessierte über die Verlängerung der Lindenallee in den Ostpark. Die damalige Friedensbeauftragte Uta Sandner hat die Bäume aus den Samen aufgezogen und sie in die Obhut des Städteservices gegeben.






