In der jüngsten Sitzung des Kultur-, Schul- und Sportausschuss gab Anette Tettenborn (Fachbereichsleitung Sport und Ehrenamt) Einblicke in Aufgaben, Leistungen und Herausforderungen der städtischen Sportverwaltung. „Sport spielt in der Rüsselsheimer Stadtgesellschaft eine große Rolle und ist weitaus mehr als nur Freizeitgestaltung. Er fördert Gesundheit, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Damit dies gelingt, braucht es von uns funktionierende Strukturen und verlässliche Rahmenbedingungen“, erläuterte Tettenborn.
Die Zahlen verdeutlichen die Bedeutung des Sports für die Stadt: Insgesamt 74 Sportvereine mit 19.379 Mitgliedern sind in der Stadt aktiv, darunter 6.117 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Rund 100 verschiedene Sportarten und Disziplinen werden angeboten. Der Fachbereich Sport und Ehrenamt betreut und koordiniert die kommunale Infrastruktur mit 26 Sporthallen, 18 Sportplätzen, drei Schwimmbädern und 12 Sondersportanlagen. Sporthallen und -plätze werden für den Schulbetrieb, Trainings, Wettkämpfe, Meisterschaften, Lehrgänge, Sportveranstaltungen oder inklusive Sportfeste genutzt. Sie stehen damit über 6.000 Kindern und Jugendlichen in Vereinen, über 10.000 Schülerinnen und Schülern sowie einem Großteil der Stadtgesellschaft zur Verfügung. 55,4 Prozent der Sportstätten betreibt die Stadt selbst, die anderen Sportplätze, Hallen und Sonderanlagen führen Vereine in Eigenregie.
Die kommunale Sportförderung in Rüsselsheim arbeitet nach dem Subsidiaritätsprinzip. „Das bedeutet, dass Vereine in ihren Entscheidungen und ihrem Handeln komplett autonom sind. Als Sportverwaltung bieten wir sozusagen Hilfe zur Selbsthilfe an und unterstützen dort, wo Vereine aus eigener Kraft nicht weiterkommen“, erklärte Tettenborn. Die Unterstützung der Sportverwaltung könne finanziell sein – zum Beispiel in Form von Zuschüssen gemäß der Sportförderrichtlinien. Vor allem zähle aber die Beratung und Unterstützung bei der Durchführung von Veranstaltungen, Projekten oder Förderanträgen zu den Kernaufgaben. Darüber hinaus organisiere das Team der Sportförderung außerdem das Sportcoach-Programm „Sport integriert Hessen“, den Austausch von Sportvereinen im Rahmen von Städtepartnerschaften oder verschiedene eigene Veranstaltungen wie die Sportlerehrungen oder das Sportforum.
Insgesamt standen dem Fachbereich Sport und Ehrenamt für die Unterhaltung von 56 Sportstätten und die Förderung von 74 Vereinen in den letzten Jahren 413.500 Euro aus dem kommunalen Haushalt zur Verfügung. 142.500 Euro davon flossen in die Unterhaltung von Sportflächen und Sporteinrichtungen. 271.000 Euro gingen als direkte Transferleistungen an Vereine – zum Beispiel als Zuschüsse für überregionale Veranstaltungen, für die Nutzung vereinseigener Sportflächen durch die Stadt oder die Sportförderung. Letztere soll die tägliche Arbeit der Sportvereine in Rüsselsheim sichern und muss von den Vereinen jedes Jahr neu beantragt werden. Damit die Fördermittel transparent und gerecht vergeben werden, geben die „Richtlinien von Sport und Bewegung in Rüsselsheim am Main“ Kriterien vor. Die Richtlinien können unter www.ruesselsheim.de/stadt/freizeit/sport/sportfoerderung/ (Öffnet in einem neuen Tab) jederzeit eingesehen werden.
„Die Präsentation macht deutlich: Der Sport lebt vom Engagement der Vereine und Ehrenamtlichen. Sportförderung ist für uns deshalb eine nachhaltige Investition – in die Gesundheit, die Lebensqualität und vor allem das Miteinander in unserer Stadt. Ich danke dem gesamten Team der Sportverwaltung, dass sich jeden Tag dafür einsetzt, notwendige und gute Rahmenbedingungen für den Sport in Rüsselsheim zu schaffen“, ordnete Oberbürgermeister und Sportdezernent Patrick Burghardt abschließend im Ausschuss ein.




