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Pressemitteilung

Rüsselsheim am Main wird Mitglied der H2BZ-Initiative Hessen

Die Stadt Rüsselsheim am Main ist neues Mitglied der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen e. V. (H2BZ-Initiative).

Oberbürgermeister Patrick Burghardt freut sich über den Beitritt der Stadt: „Die Mitgliedschaft ermöglicht der Stadt den Zugang zu einem hessenweiten Netzwerk von Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Politik und öffentlichen Institutionen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette und schafft neue Perspektiven für Projekte, Kooperationen und Unternehmensansiedlungen. Darüber hinaus wird der Austausch mit Kommunen und Regionen erleichtert, die vor vergleichbaren Herausforderungen stehen. Damit stärkt Rüsselsheim am Main seine Position als Wirtschafts- und Technologiestandort im Rhein-Main Gebiet.

Die Mitgliedschaft bietet der Stadt Zugang zu aktuellem Wissen über Technologien, praktische Anwendungen, Förderprogramme, regulatorische Rahmenbedingungen und Marktentwicklungen. Gleichzeitig kann Rüsselsheim konkrete kommunale Fragestellungen in das Netzwerk tragen und gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft nach tragfähigen Lösungen suchen.

Ein wichtiges Ziel ist es, kommunale Bedarfe und technologische Angebote gezielter zusammenzubringen. Dazu sollen wasserstoffrelevante Unternehmen identifiziert, miteinander vernetzt und deren Interesse für den Standort Rüsselsheim am Main geweckt werden. Auch bei der Entwicklung und Vermarktung von Gewerbe- und Industrieflächen können sich durch das Netzwerk neue Perspektiven ergeben.

„Für uns ist die Mitgliedschaft kein Selbstzweck, sondern ein konkretes Instrument der Standortentwicklung. Wir wollen aus Kontakten Kooperationen und aus Ideen anwendungsorientierte Projekte entwickeln. Rüsselsheim verfügt über bedeutende Flächenpotenziale und eine Hochschule mit ausgewiesener Wasserstoffexpertise. Auch diese Voraussetzungen wollen wir nutzen, um wasserstoffaffine Unternehmen anzusprechen, bestehende Akteure zu vernetzen und neue Wertschöpfung am Standort zu ermöglichen“, erläutert Dustin Metz, Manager Wirtschaftsförderung der Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung.

Die im Jahr 2025 veröffentlichte Wasserstoff-Potenzialanalyse schafft hierfür fundierte Grundlagen. Die Studie wurde auf Initiative der Stadt Rüsselsheim am Main mit Unterstützung des hessischen Wirtschaftsministeriums, der LEA LandesEnergieAgentur Hessen GmbH und der Landesstelle Wasserstoff erstellt. Untersucht wurden insbesondere die Möglichkeiten, am Standort schrittweise Wasserstoffkapazitäten aufzubauen, geeignete Gewerbe- und Industrieflächen weiterzuentwickeln und zusätzliche wasserstoffaffine Unternehmen anzusiedeln. Das H2BZ-Netzwerk kann dabei helfen, lokale Bedarfe, technologische Lösungen und geeignete Partner frühzeitig zusammenzuführen. Bereits heute sind zahlreiche Unternehmen und Institutionen Mitglied der H2BZ-Initiative Hessen: Darunter die Hochschule RheinMain, das Überlandwerk Groß-Gerau, die Riedwerke Kreis Groß-Gerau, Archigas, Fraport und das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF. Zum Netzwerk gehören außerdem international tätige Unternehmen wie ITM Power, Linde, Air Liquide. Damit verbunden besteht die Möglichkeit für die Stadt, das eigene Netzwerk auszubauen.

„Kommunen sind für den Markthochlauf von Wasserstofftechnologien von zentraler Bedeutung, weil dort konkrete Bedarfe, Flächen, Infrastruktur und potenzielle Anwendungen zusammenkommen. Rüsselsheim am Main bringt als traditionsreicher Industriestandort, mit seiner Nähe zu Forschung und Wissenschaft und regionalen Partnern sowie seinen Entwicklungsperspektiven sehr gute Voraussetzungen mit. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und darauf, gemeinsam geeignete Partner für konkrete Projekte und Anwendungen zusammenzubringen“, sagt Hauke Sötje, Vorstandsvorsitzender der H2BZ-Initiative Hessen.

Die H2BZ-Initiative Hessen ist seit 2002 als hessisches Kompetenz- und Branchennetzwerk für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien aktiv. Sie verbindet Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und öffentlichem Bereich mit dem Ziel, Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung stärker in praktische Anwendungen und in den Markt zu überführen. Zu ihren Aufgaben gehört der Technologie- und Wissenstransfer, die Initiierung und Begleitung von Modell- und Anwendungsprojekten, der Austausch zu Förderprogrammen, Regularien und Märkten sowie die Interessenvertretung und Sichtbarmachung hessischer Wasserstoffkompetenzen.

Die kommunale Ebene ist ausdrücklich Bestandteil der strategischen Ausrichtung des Netzwerks. So sieht die H2BZ-Strategie vor, Potenziale in Kommunen zu erfassen und geeignete Partner für deren Umsetzung zu finden. Mit ihrem Beitritt positioniert sich Rüsselsheim am Main noch stärker als Teil dieses hessischen Innovationsnetzwerks und schafft zugleich neue Voraussetzungen, um die Transformation des Wirtschaftsstandorts aktiv zu gestalten.

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