Nachdem das Gewässer bereits 2016 und 2019 gekippt war, stand es auch in diesem Jahr unter verstärkter Beobachtung. Trotz regelmäßiger Analysen kam es am vergangenen Wochenende zu einem besorgniserregenden Fischsterben.
Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt reagierte umgehend. Dank der kurzfristigen Unterstützung eines Ortslandwirts konnte eine Regenkanone installiert werden, um das Wasser zu belüften. Angelvereine stellten Käscher zur Verfügung, die DLRG fischte Kadaver ab und der Städteservice transportierte die Fische ab. Die Stadt dankt allen für den kurzfristigen Einsatz.
Fachlich ist bekannt, dass insbesondere nach heißen Sommern, auch im Herbst Gewässer kippen können. Hintergrund ist, dass warmes Wasser weniger Sauerstoff bindet. Zudem senkt die Zersetzung von Algen am Grund den Sauerstoffgehalt weiter. Um die genauen Umstände zu klären, wurden von der Stadt Rüsselsheim Laboranalysen des Wassers beauftragt. Ein erster Schnelltest der Unteren Wasserbehörde des Kreises ergab allerdings, dass der gemessene Wert für Sauerstoffversorgung des Gewässers als ausreichend einzustufen ist. Aktuell präsentiert sich das Gewässer bereits in einem deutlich besseren Zustand als zu Beginn der Woche.
Die Stadt nimmt die Situation sehr ernst. Das Amt für Umwelt und Klimaschutz wird nun gemeinsam mit dem Gewässerschutzbeauftragten und weiteren Akteuren eine langfristige Strategie entwickeln. Ziel ist es, das Börnchen sowie weitere Stadtgewässer nachhaltig zu sichern. Durch den Klimawandel setzen die zunehmenden hohen Temperaturen kleine Stillgewässer dauerhaft unter Druck.


