Die vertiefte Planung der „energetischen Sanierung Denkmal“ ergibt eine Kostenberechnung von 47,7 Millionen Euro brutto inklusive aller Interimskosten und einem risikobedingten Toleranzzuschlag für Bauen im Bestand. Sie liegt damit rund eine Million unter der vorherigen Kostenschätzung aus Leistungsphase 2 in Höhe von 48,7 Millionen Euro. Erhebliche Einsparpotenziale konnten vor allem in den Bereichen der Lüftungstechnik und des Brandschutzes identifiziert werden. Dadurch konnten Mehrkosten, die durch notwendige Schadstoff- und Kanalsanierungen entstanden sind, mehr als ausgeglichen werden.
Zudem liegt der Stadt eine Zusage zur Aufnahme in das Förderprogramm des Landes Hessen „Lebendige Zentren“ vor. „Das Theater ist ein wichtiger Kulturort für Rüsselsheim. Unser Anspruch ist es, seinen Erhalt mit einer verantwortungsvollen Verwendung öffentlicher Mittel zu verbinden. Die abgeschlossene Entwurfsplanung und die positive Förderperspektive sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einer tragfähigen Finanzierung. Auf dieser Grundlage können wir die nächsten Planungsschritte vorbereiten und den städtischen Gremien eine fundierte Entscheidungsgrundlage vorlegen“, sagt Oberbürgermeister Patrick Burghardt.
Die Förderung aus Landes- und Bundesmitteln kann einen Zuschuss von mindestens 66,66 Prozent und bis zu maximal 90 Prozent der anrechenbaren Kosten abdecken. Ein weiterer Vorteil für den weiteren Projektablauf ist, dass die Förderung bereits für die anstehenden Kosten der Leistungsphase 4 (Genehmigungsplanung) einsetzen kann.
Mit dem Abschluss der Leistungsphase 3 liegt eine deutlich konkretisierte Kostenberechnungsgrundlage für die nächsten Schritte vor. Die Verwaltung bereitet nun eine detaillierte Vorlage für die städtischen Gremien vor. Im März 2027 soll die Stadtverordnetenversammlung über die endgültige Durchführung der Sanierung entscheiden. Wenn der Beschluss im kommenden März erfolgt, könnte die Sanierung Mitte 2028 beginnen.




