Die einzelnen Residenzen 2022
Künstlerkollektiv Albrecht Knöss Pfeifer (11/2022 – 01/2023)
Ihre zweite freiraum-Residenz nutzten Dennis Albrecht, Kevin Knöss und Yannick Pfeifer für eine konzeptionelle Neuausrichtung ihres Kunstschaffens. In einem mehrwöchigen Arbeitsprozess entstanden neue Arbeiten, die im freiraum ausgestellt wurden.
Das Atelier nutzte das Künstlertrio zudem als „Open Space“ für die Kunstszene der Region und bot ein offenes Kulturprogramm mit Performances, Konzerten und Filmabenden an.
Künstlerinnengruppe Pentimenti (10/2022)
Zum Künstlerinnenkollektiv PENTIMENTI zählen drei Künstlerinnen. Sabine Pillwitz-Schaum beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit dem Verhältnis Mensch und Natur. Unter dem Titel „Habitat“ greift sie das Thema Wald auf und mixt verschiedene künstlerische Techniken wie Monotypie und Siebdruck mit Malerei.
Ellen Ribbe engagiert sich seit vielen Jahren als Mitglied in der Rüsselsheimer Künstlervereinigung Malkasten e.V. Als „Forschungsreisende im Land der Linien“ zeichnet sie seriell und großformatig zum Thema „Der rote Faden“.
Gabriele Sehn setzt mit der gefährdeten Natur und deren Schönheit – auch noch im Verfall – auseinander. Dabei arbeitet sie mit verschiedenen farbigen Tuschen auf Papier und zeigt „naturinspirierte Schichtungen“ und spannende, geheimnisvolle Strukturen. Im Rahmen Ihrer Freiraum-Residenz entstand ein Gemeinschaftsprojekt als „Schwarmarbeit“. Zudem öffnete das Künstlerinnenkollektiv den „freiraum“ wiederholt für Werkschauen und eine Finissage.
Davide Herrera, Bild- und Performancekünstler (09 - 10/2022)
Davide Herreras Mitwirkung in Kunstkollektiven umfassen Projekte in Guatemala, Brasilien, Kolumbien, Spanien, Deutschland und Österreich. Zuletzt arbeitete er drei Jahre als Gastkünstler im Keramikstudio der „Universität für angewandte Kunst“ in Wien.
In seinen Arbeiten führt Herrera verschiedene Kunstformen und –medien zusammen. Er arbeitet mit Farben, Glas, Keramik und Holz. Seine Kreationen fließen in Gemälde ebenso ein wie in Licht- und Klanginstallationen, Aktionskunst oder auch Tattoogestaltungen. Im Rahmen einer vierwöchigen Residenz in Rüsselsheim knüpfte Davide Herrera an sein umfangreiches Oeuvre an. Er arbeitete an großformatigen Gemälden und inszenierte eine Live-Painting-Performance.
The Arts Club / Lisa Rost (08/2022)
„The Arts Club“ gründete Lisa Rost 2020, mitten in der Corona-Pandemie, um jungen Künstlerinnen und Künstlern in Rüsselsheim und Umgebung eine Plattform für kreative Projekte zu bieten. Was als kleine Veranstaltungsreihe mit Konzerten und Lesungen begann, entwickelte sich bald zu einem spartenübergreifenden Kulturformat. Gemeinsam mit Yannick Pfeifer entwickelte sie eine eigene Merchandise-Serie mit individuell gestalteten Textilien – jedes Stück ist ein Unikat. Im Rahmen ihrer freiraum-Residenz experimentierten Lisa Rost und Yannick Pfeifer mit Foto-, Mal- und Drucktechniken. Zugleich wurde der freiraum f3 für Werkschauen und Szenetreffs geöffnet.
Tamara Dauenhauer, Performancekünstlerin (07/2022)
Heimat, Wurzel, Zukunft? Wer bin ich in meinem Land, in meiner Stadt? Was ist Rüsselsheim für mich? Was möchte ich zeigen? Tamara Dauenhauer hat Rüsselsheim befragt. Das Resultat zeigte sie in Form einer „Community Installation“ mit dem Titel „STADT – LAND – ICH“. Die Collage aus Video, Sound und Plexiglas wurde im Rahmen von „Kultur im Sommer 2022“ im freiraum f3 präsentiert.
Daria Kolesnyk, Malerin (06 – 07/2022)
Daria Kolesnyk studiert Malerei an der Staatlichen Akademie für Design und Kunst in Charkiw. In ihren Werken arbeitet sie überwiegend mit Ölfarbe auf Leinwänden, sie experimentiert aber auch mit digitaler Kunst. Die persönlichen Erlebnisse des Überfalls auf die Ukraine und der eigenen Flucht haben auch ihr Kunstschaffen beeinflusst. Sie verstehe ihre Arbeit als eine Form der Zeugenschaft über die Wahrhaftigkeit des Krieges: „Meine Aufgabe als Künstlerin ist es, den Betrachter zum Nachdenken über die Geschehnisse anzuregen, um zu erkennen, dass das, was scheinbar ‚irgendwo da draußen‘ passiert, jedem etwas passieren kann. Und es ist viel näher, als man vielleicht denkt“ (Daria Kolesnyk).
Im Verlauf ihrer vierwöchigen Residenz im Freiraum entwickelte Daria Kolesnyk neue Motive und stellte ihr Examensprojekt für den Bacherlorabschluss in Charkiw fertig. Die Ergebnisse dieser Arbeiten wurden im Rahmen einer Werkschau im freiraum f3 präsentiert.
Charlotte Bauer, Bildende Künstlerin/Stuckateurin (04 – 06/2022)
Charlotte Bauer arbeitet hauptberuflich als Stuckateurin und studiert an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. In ihren Arbeiten widmet sie sich den Sparten Installation, Fotographie, Typographie und Linienzeichnung. Dabei arbeitet sie überwiegend mit Materialien wie Gips, Textilien und Keramik. „In meine Arbeiten fließen oftmals Objekte ein, die sich im städtischen Raum befinden und allgemein als ‚Reste‘ oder ‚Überbleibsel‘ der Gesellschaft angesehen werden, mit denen scheinbar nichts mehr angefangen werden kann. Diese Rückstände üben auf mich eine gewisse Faszination aus. Sie sind es wert, gezeigt zu werden, ich setze sie in Szene“ (Charlotte Bauer).
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