Die einzelnen Residenzen 2024
Lilly Marie Wiesner – Projekt „Dunkelziffer“ (11/ 2024)
In einer Installation aus Zeichnungen, Acrylmalerei und crossmedialer Kunst thematisierte Lilly Marie Wiesner, studierte Pädagogin, die große Dunkelziffer von sexualisierter Gewalt betroffener Menschen.
Den freiraum f3 nutzte sie im November 2024 als Labor und Experimentierfläche, lud Gastbeiträge ein und schuf einen Safer Space, in dem Betroffene sich austauschen und gesehen fühlen konnten.
LU CHILD, Malerin (11/2024)
Kürzlich hatten Besucher die Möglichkeit, beeindruckende, großformatige Werke der Künstlerin LU CHILD in den Schaufenstern des offenen Ateliers freiraum f3 zu sehen. LU CHILD, 1992 geboren und Kommunikationsdesign-Studentin, hat sich seit 2022 vollständig der Malerei gewidmet. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt auf der Dekonstruktion und Darstellung der menschlichen Figur.
Mit ihrer Serie „BITCH OFFERING FIRE IN A CLUB SCENE“ schafft sie Szenarien, in denen amorphe, alienartige und queere Figuren in Clubszenen auf ekstatische Weise miteinander verschmelzen und eskalieren. Bis zum 10. November 2024 arbeitete die Künstlerin im freiraum f3, wo ihre Arbeitsfortschritte in den Schaufenstern zu sehen waren. Die finalen Ergebnisse wurden am 8. November 2024 in einer Vernissage präsentiert.
Künstlervereinigung Malkasten e.V., verschiedene Projekte (10/2024)
Die vier Künstlerinnen der Künstlervereinigung Malkasten e. V. Karin Beilstein, Doro Hofmann, Claudia Bruchhäuser und Angelika Grieser-Martin arbeiteten während ihrer Residenz zum Thema „Spurensuche“ an verschiedenen Projekten. Beilstein experimentierte mit Drucktechniken und erforschte Spuren des Borkenkäfers, Hofmann widmete sich dem Großen Eichenheldbock, Bruchhäuser untersuchte die mittelalterliche Stadt Bologna durch Acrylmalerei, und Grieser-Martin kombinierte Körperhaltung und Oberflächentechniken in ihren Skulpturen. Die Künstlerinnen luden Besucher ein, ihnen bei der Arbeit zuzusehen, mit ihnen zu sprechen und eigene Spuren zu hinterlassen.
Ein inklusiver Druckworkshop fand am 6. Oktober 2024 statt, und die Finissage mit den Ergebnissen der Residenz war am 13. Oktober 2024 zu sehen.
Theater 3D – Projekt „Jetzt DU!“ / Teil 2 (09/2024)
Die Leiterinnen des Wiesbadener Theaterensemble Theater 3D e.V., Beate Krist und Manuela Pirozzi, brachten im zweiten Teil ihres Projektes „JETZT DU!“ ein partizipatives Performanceformat in den freiraum. Zwischen dem 12. und 15 September 2025 schufen die beiden Künstlerinnen im offenen Atelier eine Raum der Begegnung, an dem verschiedene Rüsselsheimer Initiativen zusammenfanden, die ihre „Utopien“ in Rüsselsheim bereits heute realisieren.
Lisa und Julia Rost, Textilkunst (05 - 07/2024)
Die Schwestern Julia und Lisa Rost (Förderstipendiatin 2023) beschäftigen sich schon ihr ganzes Leben mit Kunst und residierten nun von Mai bis Juli 2024 im offenen Atelier.Während ihrer Residenz im freiraum f3 haben sich Lisa und Julia Rost künstlerisch mit dem Thema „Female Rage“ auseinandergesetzt, der Wut, die Frauen aufgrund von Sexismus in sich tragen.
Aber auch positive Aspekte, wie die Verbundenheit mit anderen Frauen, das Lernen voneinander, das Dasein füreinander und der Austausch von Erfahrungen spielten während der mehrwöchigen Residenz eine wichtige Rolle. Mit ihrer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Feminismus wollten Julia und Lisa Rost neue Berührungspunkte mit dem Thema schaffen und einen Austausch, auch über die eigene Interessensgruppe hinweg, ermöglichen.
Während der Residenz war das Atelier täglich geöffnet. Eine Vernissage fand am Sonntag , 21. Juli 2024 statt.
Theater 3D, Projekt „Jetzt DU!“ / Teil 1 (05/2024)
Beate Krist und Manuela Pirozzi sind die Leiterinnen des Wiesbadener Theaterensembles Theater 3D e.V. Mit ihrem aktuellen Projekt „JETZT DU!“ residierten sie im offenen Atelier freiraum f3.
Die beiden Künstlerinnen arbeiteten mit zwei Musikern und Schüler*innen der Grundschule Innenstadt zusammen, und entwickeln künstlerische „Mitmach-Module“ zu verschiedenen Themen wie „Demokratie und Teilhabe“ und „Komm wir schreiben unsere Geschichte neu!“. Auch den anderen Rüsselsheimer Grundschulen wurden die Module zur Stärkung der Resilienz nach der Zeit im freiraum f3 kostenlos angeboten.
Im September 2024 schaffen die beiden Künstlerinnen im Atelier dann noch einmal einen Ort der Begegnung mitten in Rüsselsheim.
Gabriele Sehn, Malerin (04/2024)
Die Rüsselsheimer Malerin Gabriele Sehn verbrachte, dank des Uwe Lüders Kunststipendiums der Sparkassenstiftung, die ersten drei Monate des Jahres 2024 in Lüneburg. Die Arbeiten, die in dieser Zeit entstanden sind, zeigte Sehn nun dem interessierten Publikum im Rahmen einer Ausstellung im Kunstatelier freiraum f³. Eine Besonderheit der Ausstellung war, dass sie auf einen Zeitraum von nur zwei Tagen ausgelegt war.
Die Vernissage fand daher am 05. April 2024 statt, und die Finissage bereits am folgenden Tag, dem 6. April 2024.
Zu sehen waren viele verschiedene Arbeiten, darunter Acryl und Tusche auf Papier und Leinwand sowie Tusche-Skizzen, welche die Künstlerin während ihres Stipendiums erschaffen hat.
Malkasten, Eberts-Schad & Sajnovits (04/2024)
Die drei Künstlerinnen Ruth Schmid, Heike Eberts-Schad und Renate Sajnovits vom „Malkasten“ Rüsselsheim residierten im April 2024 im offenen Atelier „freiraum f3“. Gemeinsam arbeiteten sie zum Thema „DAS LEBEN ist gar nicht so, es IST ganz ANDERS“. Während Schmid sich kalligrafisch mit dem Thema auseinandersetzte, arbeiteten die beiden Zeichnerinnen Eberts-Schad und Sajnovits abwechselnd an der gleichen Arbeit.
Am 28.04.2024, dem verkaufsoffenen Sonntag, präsentierten die drei Künstlerinnen ihre Ergebnisse.
Der Residenz des Trios ging ein Kurzaufenthalt von Gabriele Sehn, ebenfalls Mitglied beim Malkasten, voraus. Die Rüsselsheimer Malerin verbrachte dank des Uwe Lüders Kunststipendiums der Sparkassenstiftung die ersten drei Monate des Jahres in Lüneburg. Die Arbeiten, die in dieser Zeit entstanden waren, zeigte Sehn im Rahmen einer zweitägigen Ausstellung im April 2024 im freiraum f3.
Elias Khani Alemouti (02/2024 – 03/2024)
Der Schauspielschüler und Förderstipendiat 2021, Elias Khani-Alemouti, kehrte mit einem Theaterprojekt in seine Heimatstadt zurück.
Das selbstgeschriebene Stück mit dem Titel „Sakhbe [saxbə] - mein Freund“ setzte sich mit Parallelgesellschaften in Rüsselsheim auseinander. „Rüsselsheim ist geprägt von Migration. Doch die Vielfalt äußert sich häufig in einem Nebeneinander, nicht in einem Miteinander“, bemerkte der Rüsselsheimer.
Für den 40-minütigen Theaterabend hatte der Schauspieler Interviews mit Menschen aus verschiedenen sozialen Kontexten der Stadt geführt. Das Theaterstück wollte diese Aussagen dabei nicht nur als ein Gegeneinander abbilden, sondern auch „Brückenschläge zwischen den Welten“ aufzeigen, so der Autor und Regisseur Khani-Alemouti.
Kim Kibler, Kunstforschung (01–02/2024)
Kunstforschung zum Thema Zeit im Atelier freiraum f3
Der Rüsselsheimer Kommunikationsdesigner, Fotograf und Kunstlehrer Kim Joshua Kibler widmete sich während seiner Residenz dem Thema Zeit und präsentierte die Ergebnisse seiner künstlerischen Forschung in den Atelierräumen.
Für sein Kunstprojekt forschte Kibler an der kulturellen Dimension von Zeit in der Gegenwartsgesellschaft, insbesondere des Phänomens des alltäglichen Zeitdrucks und der Herausforderung, sich bewusst Zeit nehmen zu müssen. Kiblers Projekt war vor allem multimedial und interaktiv: Die Besucher*innen erwarteten Video- und Klanginstallationen, die sich mit dem Thema Zeit beschäftigten. Auch Linoldrucke, Fotoinstallationen und Malerei umfasste die Ausstellung.
Ein besonderes Mitmachangebot entwickelte Kibler für Schüler*innen seiner Kunstklasse an der Grundschule Innenstadt: Die jungen Gastkünstler*innen arbeiteten an mehreren Nachmittagen mit Kibler im Atelier und experimentierten dabei mit verschiedenen künstlerischen Gestaltungsformen.
















