Die einzelnen Residenzen 2025
Leila Shahmohammadi & Friedenshaus e. V. (12/2025–01/2026)
Anfang Dezember 2025 bezog die Künstlerin Leila Shahmohamadi erneut den freiraum f3 und zeigte dort ihre plastischen Arbeiten. Höhepunkt der Ausstellung waren die neu entstandenen Krippenfiguren aus Styropor und Gips, die zunächst auf dem Rüsselsheimer Weihnachtsmarkt zu sehen waren und anschließend im freiraum f3 ausgestellt wurden. Das Projekt, welches in Zusammenarbeit mit dem Verein Friedenshaus e. V. stattfand, endete mit der Übergabe der Figuren an die evangelische Stadtkirche. In den kommenden Jahren wird die Krippe zur Weihnachtszeit vor der Kirche stehen und somit der Rüsselsheimer Stadtgesellschaft zugänglich sein.
Kim Joshua Kibler „Netzwerk im Dialog“ (11/2025)
Der Rüsselsheimer Künstler Kim Joshua Kibler präsentierte vom 8. bis 30. November 2025 seine Ausstellung „Netzwerk im Dialog“ im freiraum f3.
Die Ausstellung verstand sich als wachsender Prozess: Während der Laufzeit entstanden fortlaufend neue Werke, die den Dialog räumlich und inhaltlich erlebbar machten.
Kibler arbeitete medienübergreifend mit Collagen, Installationen, Fotografie, Malerei, Musik, Linoldrucken und textilen Objekten.
Inhaltlich setzte sich die Ausstellung mit Feminismus, queeren Lebensrealitäten und mentaler Gesundheit auseinander. Begleitende Gesprächsabende luden dazu ein, das Thema „Netzwerk“ gemeinsam zu vertiefen.
Lilly Marie Wiesner „Netzwerk“ (10-11/2025)
Mit ihrer zweiten Residenz im offenen Atelier freiraum f3 setzte sich Lilly Marie Wiesner erneut mit dem Thema sexualisierte Gewalt auseinander und machte mit dem Projekt „Netzwerk“ Hilfsstrukturen für Betroffene sichtbar.
Unter anderem entstand in Zusammenarbeit mit Einrichtungen wie Wildwasser e.V. und dem Mädchentreff des Jugendtreffs „just“ ein Ort der Begegnung und des Austauschs.
Wiesner präsentierte rund 30 crossmediale Exponate, begleitet vom Fotografen Kim Joshua Kibler. Eine Betroffenenwerkstatt und ein „Kommunikationswohnzimmer“ eröffneten darüber hinaus weitere Möglichkeiten für künstlerischen Ausdruck und Dialog.
Malkasten e. V. „Malkasten malt…“ (09/2025)
Acht Künstlerinnen des Vereins Malkasten e. V. Doro Hofmann, Anette Stock, Claudia Bruchhäuser, Renate Sajnovits, Edith Röhr, Heike Eberts-Schad, Karin Beilstein und Gabi Sehn arbeiteten und präsentierten ihre Werke vom 12. bis 28. September 2025 im offenen Atelier freiraum f3.
Jede Künstlerin brachte ihre einzigartige Perspektive und kreative Ausdrucksweise zu aktuellen Themen ein – von Natur und Urbanität bis zu persönlichen Erlebnissen. Unterschiedliche Techniken und Materialien trafen aufeinander, die im offenen Atelierprozess sichtbar werden. Die Arbeiten entstanden vor Ort, die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Vernissage präsentiert.
Leila Shahmohammadi & Friedenshaus e.V. (08–09/2025)
Die in Meyaneh geborene Künstlerin Bildhauerin Leila Shahmohammadi, residierte mit Rüsselsheimer Verein Friedenshaus e.V. im f3 und bot dort eine offene Werkstatt mit Workshops, Ausstellungen sowie Kunstcafé mit Livemusik.
Im Mittelpunkt stand das Projekt zur Gestaltung neuer Krippenfiguren für den Rüsselsheimer Marktplatz, die zur Weihnachtszeit aufgestellt werden sollten. Damit setzten Shahmohammadi und der Verein Friedenshaus ein Zeichen für Solidarität und Versöhnung und verbanden künstlerischen Ausdruck mit interkulturellem Austausch und lokaler Identität.
Feiquan Xu „In der Nähe“ (07–08/2025)
Die Soziologin Feiqian Xu war mit ihrem Projekt „In der Nähe: Mein Rüsselsheim-Moment“ im Freiraum f3 zu Gast. In einer Mitmachaktion hielten Bewohnerinnen und Bewohner ihre persönlichen Eindrücke von Rüsselsheim in Fotos und kurzen Texten fest, ergänzt in ihrer Muttersprache und auf Deutsch.
Die Ausstellung zeigte Erinnerungen, Gefühle und Orte aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln und machte den Freiraum zu einem Ort vielfältiger öffentlicher Kunst. Das Projekt war Teil von Xus Forschung zu Stadttransformation im Kontext der Automobilindustrie und stellte die Frage, wie Nähe und alltägliche Umgebung zur Selbstwahrnehmung einer Stadt beitragen können.
Christian Bihn „see_thru“ (07/2025)
Benedikt Becker „Alle wollen, keiner macht“ (06/2025)
Der Rüsselsheimer Kulturmacher Benedikt Becker (33) gastierte mit einer Werkschau und einem offenen Projektraum im f3. Becker verbindet handwerkliche und technische Ausbildung mit Designstudium und realisiert Projekte von funktionalen Prototypen bis zu gemeinschaftlichen Skulpturen. Nachhaltigkeit, soziale Wirkung und geteilte Nutzung prägen seine Arbeit.
Parallel engagiert er sich seit Jahren in der lokalen Kulturszene, etwa im Kulturzentrum „das Rind“, beim Trebur Open Air und als Leiter des soziokulturellen Zentrums Rollwerk. Veranstaltungen wie Rollrausch oder das Bel-R!-Festival tragen seine Handschrift. Im offenen Atelier zeigte Becker Designobjekte, Ausstellungsgrafiken und Konzepte und schuf einen Ort der Begegnung mit Workshops und Gesprächen.
Malkasten Eberts-Schad und Sehn „Verführung zum Glücklichsein (04-05/2025)
Ein weiteres Mal war der Malkasten e. V. mit den Künstlerinnen Heike Eberts-Schad und Gabriel Sehn zu Gast im freiraum f3.
Unter der Überschrift „Verführung zum Glücklichsein“ beschäftigten sie sich während ihrer Residenz, die vom 22.04. bis 04.05.2025 dauerte, intensiv mit dem Schönen in seinen zahlreichen Facetten.
Eberts-Schad arbeitet auf der Basis von groben Materialien wie Quarz, Asche und Kaffee an einem Ausdruck von Weiblichkeit.
Gabriele Sehn nimmt ihre Auseinandersetzung mit der Natur zur Grundlage, um gegenständliche wie abstrakte Motive zu entwickeln.
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Kinder- und Jugendtreff Just „Leben in Rüsselsheim“ (04/2025)
Unter der Leitung und Organisation von Lena Stephan, Sozialarbeiterin der Jugendförderung Rüsselsheim, fand vom 07.04. bis 18.04.2025 eine besondere Kinderresidenz im offenen Atelier f3 statt.
Die Kunstwoche bot den Kindern die Chance, ihre kreativen Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln. Sie konnten verschiedene Kunsttechniken ausprobieren und sich kreativ ausdrücken. Im Mittelpunkt standen dabei Spaß am Gestalten, Teamarbeit und das Erkunden neuer Gestaltungsmöglichkeiten. Am Ende der Woche hatten die Kinder nicht nur unterschiedliche Kunstformen kennengelernt, sondern auch ein neues Gefühl für ihre eigene Kreativität und Ausdruckskraft gewonnen.
Außerdem wurde der „Crafternoon“ angeboten, zu dem Frauen ab 18 Jahren eingeladen waren, gemeinsam kreativ zu werkeln. Dieser Nachmittag wurde von den zahlreichen Teilnehmerinnen begeistert angenommen.
Adriana Wojtkiewicz / Maxima Knöss „echoes of oneself“ (02-04/2025)
Adriana Wojtkiewicz und Maxima Knöss erkundeten im freiraum f3 vielgestaltige Aspekte des Selbst. Unter dem Motto „echoes of oneself“ befassten sie sich mit dem Themenkomplex Identität. Das Atelier diente ihnen als kreative Werkstatt, Bühne und Ausstellungsraum.
Explosiv und experimentierfreudig, nicht perfekt oder schön solle Kunst für beide sein. Ihre Arbeiten präsentierten sie mit einer Ausstellung am Ende ihres Aufenthaltes.
Markus Hanke „25 schwarze Punkte“ (01/02 2025)
Der Künstler Markus Hanke, wohnhaft in Wiesbaden, in Rüsselsheim am Main zur Schule gegangen, residierte vom 24. Januar bis zum 8. Februar 2025 im offenen Atelier. Hanke ist aktuell Student der freien bildenden Kunst an der Kunsthochschule Mainz.
Die Residenz von Markus Hanke hatte den Titel „25 schwarze Punkte“ und beschäftigte sich inhaltlich intensiv mit Träumen und Albträumen und bot so den Besuchenden eine Auseinandersetzung mit der komplexen Welt des Unterbewussten.
























