Im Rahmen der Veranstaltung wird das Porträt von Dr. Julius Simon in die „Galerie aus Licht“ aufgenommen. Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen. Um Anmeldung bis 17. März an kulturbueroruesselsheimde wird gebeten.
Die Entscheidung zur Auswahl des neunten Leuchtenden Vorbilds der Stadt Rüsselsheim traf eine Jury aus Mitgliedern des Ältestenrats sowie Kulturpreisträgerinnen und -trägern der Stadt. Gewürdigt wird damit eine prägende Persönlichkeit des Rüsselsheimer Bildungslebens, deren Haltung und Wirken bis heute Orientierung geben.
„Mit Dr. Julius Simon zeichnen wir einen Pädagogen aus, der in schwierigen Zeiten Haltung bewahrt und Werte vermittelt hat, die auch heute noch tragen“, sagt Oberbürgermeister Patrick Burghardt. Sein Wirken stehe für Zivilcourage, Menschlichkeit und die Überzeugung, dass Bildung eine tragende Säule der Gesellschaft sei.
Dr. Julius Simon kam 1933 als Lehrer an die Rüsselsheimer Realschule, die spätere Immanuel-Kant-Schule. Während der NS-Zeit trat er nicht in die NSDAP ein und bewahrte persönliche Integrität. Nach dem Zweiten Weltkrieg prägte er als Schulleiter maßgeblich den Wiederaufbau des Schulwesens. Er setzte sich für demokratische Bildung, Schülermitverantwortung sowie die Integration von Geflüchteten ein und initiierte 1956 die Umbenennung der Schule in die „Immanuel-Kant-Schule“.
Die Auszeichnung ist Teil des Kunstprojekts „Einen Bogen spannen mit Leuchtenden Vorbildern“ des Künstlers Vollrad Kutscher. Seit 1998 wächst im Ratssaal des Rathauses die „Galerie aus Licht“, in der für jedes Leuchtende Vorbild eine individuell gestaltete Glaskappe mit Porträt eingesetzt wird.





