Eine entsprechende positive Rückmeldung hat die Stadt auf ihre Initiativbewerbung erhalten. Damit besteht die Aussicht auf eine erhebliche finanzielle Unterstützung für zwei wichtige Kultur- und Stadtentwicklungsprojekte: die Sanierung des Palais Verna und dessen Umbau zu einem zentralen Standort der städtischen Musikschule sowie die Sanierung und den Erhalt des denkmalgeschützten Theaters Rüsselsheim.
„Rüsselsheim befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess, den wir als gesamtstädtische Aufgabe sehen. Kultur kann dabei ein wichtiger Motor für die Stadtentwicklung sein. Mit der Aufnahme in das Programm ‚Lebendige Zentren‘ erhalten wir die Chance, zwei für unsere Stadt bedeutende Kulturorte zukunftsfähig weiterzuentwickeln“, sagt Oberbürgermeister Patrick Burghardt.
Palais Verna soll zentraler Standort der Musikschule werden
Vorgesehen ist eine umfassende Sanierung des denkmalgeschützten Palais Verna sowie der Umzug der Musikschule in das denkmalgeschützte Gebäude. Damit soll das historische Gebäude langfristig gesichert und zugleich einer zeitgemäßen und wichtigen öffentlichen Nutzung zugeführt werden.
Theater als kultureller Ankerpunkt
Auch für das denkmalgeschützte Theater Rüsselsheim ist eine umfassende Sanierung vorgesehen. Ziel ist es, das Theater als zentralen kulturellen Ankerpunkt der Stadt nachhaltig zu sichern und als Gastspielhaus zu erhalten sowie energetisch zu ertüchtigen.
„Mit dem Palais Verna und dem Theater geht es um zwei ganz unterschiedliche Gebäude, die eine Gemeinsamkeit haben: Sie sind prägende Orte für das kulturelle Leben in Rüsselsheim. Ihre Sanierung und zukunftsfähige Weiterentwicklung ist deshalb nicht nur eine Frage des Gebäudebestands, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Stadtentwicklung“, so Burghardt.
Hohe Förderung in Aussicht
Im Rahmen des Städtebauförderprogramms können mindestens 66 Prozent und bis zu 90 Prozent der förderfähigen Projektkosten durch Bund und Land gefördert werden. Die konkrete Förderhöhe und die weiteren Rahmenbedingungen werden im weiteren Verfahren mit dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum festgelegt.
Baustein einer gesamtstädtischen Strategie
Das Programm „Lebendige Zentren“ macht Stadt- und Ortskerne fit für die Zukunft und stärkt sie als lebendige Orte der Begegnung, der Kultur und der Teilhabe. Dieses Anliegen verfolgt die Stadt Rüsselsheim am Main bereits im Rahmen ihrer Mitgliedschaft im Cities-Ahead-Netzwerk, in dem sich vom Strukturwandel betroffene Städte über Strategien und Beteiligungsformate für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung austauschen. Bereits 2026 wurde die Stadt außerdem mit dem Fördergebiet „Ehemaliges Opel-Areal“ in das Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ aufgenommen. In dessen Rahmen entsteht mit dem Kultur- und Entwicklungscampus E-Bau ein zentraler Baustein der industriekulturellen Transformation der Stadt.
Mit der Aufnahme in das Programm „Lebendige Zentren“ tritt nun die gezielte Stärkung der historisch gewachsenen Innenstadt hinzu, sodass beide Förderprogramme ineinandergreifen und Rüsselsheim seinen Strukturwandel gesamtstädtisch gestalten kann.



